Band 
Erster Theil.
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Kapitel I.

Oberfläche der Meere geben, mufs man die Aequinnctial-Slrömung zuschreiben, deren Gewalt und Geschwindig-keit durch locale Veränderungen der Atmosphäre nichtmerklich verändert wird.

In dem Kanal, den sich das atlantische Meer zwischenGuyana und Guinea gegraben hat, in dem Meridian von20 oder 25 Graden, von 8 oder 9 bis 2 oder 3 Gradennördlicher Breite, wo die Passat-Winde oft durch andere,die von Süden, oder von Süd-Süd-YVest wehen , unterbro-chen werden, zeigt die Aequinoctial - Strömung wenigerBeständigkeit in ihrer Richtung. In der Nähe der Küstenvon Afrika werden die Schilfe gegen Südost getrieben, wäh-rend in der Nähe der Bucht aller Heiligen und gegen dasGap St. Augustin, welche von den Schilffabrern, die nachder Mündung des Bio de la Plata steuren, gefürchtetwerden, die allgemeine Bewegung der Gewässer durch einebesondere Strömung maskirt ist. Die Wirkung dieserletzten Strömung erstreckt sich von dem Cap St. Roch bis zu der Insel Trinite : diese fließt nord-wcstwärts mit ei-ner Geschwindigkeit von einem oder ein und einem halbenFufs in der Secunde.

Die Aequinoctial-Ströinung lässt sich noch, wiewolschwach, jenseits des Wendekreises des Krebses, vom26sten — 28sten Grad der Breite empfinden. In dem wei-ten Bassin des atlantischen Oceans wird in einer Entfer-nung von 600 — 700 Meilen von Afrika , d ß *' Lauf derSchiffe, die von Europa nach den Antillen fahren, beschleu-nigt, ehe sie in die hcifseZone gelangen. Weiter nördlich,unter dem 28sten bis 35 sten Grad der breite, zwischen denParallelen von Teneriffa und Ceuta und im46sten bis48stenGrad der Länge, bemerkt man keine beständige Bewe-gung; denn eine Zone von »40 Meilen Breite trennt dieAequinoctial-Strömung, deren Ricntung nach Westengeht, von jener grofsen Wassermasser, die nach Osten zu