Band 
Erster Theil.
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Kapitel II.

einer kräftigen Vegetation Ledcckt. Man begreift, wie,selbst Völker, die das schöne Klima Griechenlands undItaliens bewohnten; in dem westlichen Tlieil TenerilfasEine der glücklichen Inseln zu erkennen glaubten. Dieöstliche Küste, die von Sainte-croix, trägt im Gegenthcilüberall den Characler der Unfruchtbarkeit. Der Gipfeldes Pies ist nicht dürrer, als das Vorgebirg von basal-tischer Lava, welches sich gegen die Spitze von Nag« ver-längert, und auf welchem Saftpflanzen kaum anfangendas Erdreich vorzubereiten. Im Hafen von Orotava er-scheint der Gipfel des Piton unter einem hohen Winkelvon mehr als 16-J 0 , während auf dem Darnm von Sainte-croix dieser Winkel kaum eben mehr als y»° 36 ' beträgt.*)Ungeachtet dieses Unterschieds, und obgleich in Sainte-croix der Vulkan sich kaum so hoch über den Horizonterbebt, als der Vesuv von dem Hafendamm Neapels ausgesehen, so ist doch der Anblich des Pies immer nochsehr majestätisch, wenn man ihn von der Rhede aus zumerstenmal erblickt. Der Piton allein war für uns sicht-bar; sein Kegel zeichnete sich auf einem Grund vomschönsten Blau ab, während schwarze und dichte Wol-ken den übrigen Tlieil des Bergs bis auf eine Höhe von1800 Toisen umhüllten. Der Bimstein, von den erstenStrahlen erleuchtet, warf ein rüthliches Licht zurück,dem ähnlich, welches oft die Gipfel der hohen Alpenfärbt. Nach und nach wurde dieses Licht das blendend-ste Weifs, und getäuscht, wie die meisten Reisenden,hielten wir den Pic noch'mit Schnee bedeckt und glaub-ten viele Schwierigkeit zu haben, um an den Rand seinesCraters gelangen zu können.

Die schiefen Entfernungen von dem Gipfel des Vjdkans nach Oro-tava und nach Sainte-Croix betragen ungefähr 86tit> und ?c5qoToisen.