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Kapitel II.
Fölsen Palma, Gomera und Grofs-Canaria. Die Bergevon Laricei ote, welche beym Aufgang der Sonne vonDünsten befreyt waren, wurden bald in dunkle Wolkengeluillt. Wenn inan nur eine gewöhnliche Refraktionvoraussetzt, so umfasst dos Auge, bey heitrer Zeit, vonder Spitze des Vulkans eine Oberfläche der Erde von5700 Quadratmeilen, dem vierten Theil der OberflächeSpaniens gleich. Man hat oft die Frage aufgeworfen,ob es möglich sey, von der Höhe dieser colossalen Py-ramide die Küste Afrikas Zu sehen; aber die nächstenTheile dieser Küste sind noch von Teneriffa 2 0 4ff' amKreisbogen oder 56 Meilen entfernt; da nun der Gesichts-strahl vom Horizont des Pies i° 67', beträgt, so kanndas Cap Bojador nur gesehen werden, wenn man fürdasselbe eine Erhöhung von 200 Toisen über die Ober-fläche des Oceans annimmt. Wir sind in völliger Un-kenntnifs über die Höhe der schwarzen Berge, welchebey dem Kap Bojador liegen, so wie über die des Pies,den die Schiffer Penon gründe nennen, und der südlichvon diesem Vorgebirg liegt. Wenn der Gipfel des Vul-kans von Teneriffa zugänglicher wäre, so würde mandaselbst ohne Zweifel bey gewissen Winden die Wirkun-gen einer aufserordentlichen Refraktion wahrnehmen. Wennman das durchgeht, was die spanischen und portugiesi-schen Schriftsteller über das Daseyn der fabelhaften In-sel San Borondon oder Antilia erzählen, so sieht man,dafs es hauptsächlich der feuchte VVind von West-Süd-West ist, der in diesen Gegenden sonderbare Erscheinungenvon Spieglung hervorbringt; wir können indessen mit Hrn.