Band 
Erster Theil.
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Kapitel II.

Die schlanke Form dieser Berge hat den Vortheil, daf’sman die Temperatur z weyer Schichten der Atmosphäre ver-gleichen kann, die sich heynahe in den nämlichen senk-rechten Ebenen befinden; und in dieser Beziehung sind dieBeobachtungen, welche bey einer Reise auf den Vulkanvon Teneriffa angestellt werden, denen ähnlich, die dasAufsleigen in einem Aerostaten darbietet. Uebrigens mufsman bemerken, dafs der Ozean, wegen seiner Durchsich-tigkeit und Ausdünstung, weniger Wärme in die hohen Ge-genden der Luft schickt, als die Ebenen; auch sind die vondem Meer umgebenen Gipfel kälter im Sommer als die Ber -ge, welche sich in der Mitte des festen Landes erheben;aber dieser Umstand hat wenig Einflufs auf die Abnahmeder atmosphärischen Wärme, indem die Temperatur derniedern Gegenden gleichinäfsig durch die Nähe des üceansvermindert wird.

Nicht eben so verhält es sich mit dem Einflufs, den dieRichtung des Windes und die Geschwindigkeit des aufstei-genden Luftstroms hat; dieser letztere vermehrt oft aufeine überraschende Art die Temperatur der höchsten Ber-ge. Ich sähe das Thermometer an dem Abhang des Vul-kans Antisäna, in dem Rönigreich Quito , auf 19° steigen,als wir uns in einer Höhe von 2837 Toisen befanden. Hr.L.cibillardiere * *) sähe dasselbe am Rand des Rraters vomPic von Teneriffa auf iö°,7 stehen bleiben, ungeachtet eralle erdenkbare Vorsichtmafsregeln angewandt hatte, umdie Wirkung zufälliger Ursachen abzuhalten. Da die Tem-peratur auf der Rhede von Sainte-Croix damals 28° Grade

hundertteiligen Thermometers, ungeachtet die Temperatur des Pi-ton um 9 0 von derjenigen verschieden war, welche wir beobachte-ten. Auf dem Aetna betrug die von Saussure beobachtete Abnahme91 Toisen.

*) Voy'age ä la recherche deLaperouse, Vol. I, p.25$ Vol. II, p.65.

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