Band 
Erster Theil.
Seite
319
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Kapitel III. 31g

so ist es mir hinreichend., hier zu bemerken, dafs seihst aufder neuesten Charte Westindiens , welche Hr. Arrowsmithim Jahr i8o3, mithin lange Zeit nach den Arbeiten vonChurrnca bekannt gemacht hat, die Breiten yerschiednerVorgebirge von Tabago und Trinidad noch um 6 bis nMinuten irrig angegeben sind.

Die Beobachtung der Mittagshöhe der Sonne bestätig-te vollkommen die, mittelst der Methode von Douwes , er-haltene Breite. Es blieb kein Zweifel über die Lage desSchiffs in Beziehung auf die Inseln und man beschlofs,das Cap Nord von Tabago zu umschiffen, um zwischendieser Insel und Granada durchzugehen, und gegen einenHafen von Margaretha zu steuern. In diesen Gegenden lie-fen wir jeden Augenblick Gefahr, Von den Corsaren genom-men zu werden, aber zum Glück für uns war das Meer sehr un-ruhig, und'ein kleiner englischer Cutter ging an uns vor-bey, ohne uns nur anzurufen. WasHrn. Bonplaud und michbetraf, so fürchteten wir weniger dieses Unglück, seit wir,dem Continent von Amerika so nahe, sicher waren, nichtnach Europa zurückgeführt zu werden.

Die InselTabago bietet einen sehr pittoresken Anblickdar. Es ist ein Haufen von Felsen, welche mit Sorgfaltbebaut sind. Die blendende Weifse des Steins macht einenangenehmen Contrast mit dem Grün einiger Büsche zer-streuter Bäume. Cylindrische und sehr hohe Fackeldistelnkrönen den Rücken der Berge, und geben dieser Landschaftder Tropen einen eigenthümlichen Charakter. Ihr Blick al-lein ist hinreichend, einen Schifffahrenden zu erinnern, dafser an einer amerikanischen Küste anlangt; denn die Cactussind der neuen Welt ausschließlich eigen, wie die Heiden-kräuter der alten. *) Der nord östliche Theil der Insel Ta-

*) Essai sur la physionomie des pigStaux^ in meine» Tahleaux dela Nature , T. I. p. 47.