Band 
Erster Theil.
Seite
328
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S 2 8

Buch /.

Stand, die Wahrheit einer Sache zu ergründen, welchesich nur einmal den Naturforschern dargeboten hatte. Dievon Hrn. Bonplcind gssammelten Bündel von Varech wa-ren den Exemplaren vollkommen gleich, welche wir derGüte der gelehrten Verfasser der Flora von Peru verdank-ten. Indem wir Beyde mit dem Mikroscop untersuchten,fanden wir, dafs diese angeblichen Befruchtungtheile, die-se Staubfäden und Pistillen, einem neuen Geschlecht derFamilie der Ceratophyten angehören. Die Reiche, wel-che Mt. Ruiz für Pistillen nahm, entspringen von hornarti-gen abgeplatteten Stielen, welche mit der Substanz desFu-cus so fest verbunden sind, dafs man versucht wäre, sie fürblofse Rippen zu halten: mit Hülfe einer-sehr dünnen Plat-te kann man sie ablösen, ohne das Parenchyma zu ver-letzen. Die nicht artikulirten Stiele sind anfangs bräunlich-schwarz, aber sie werden mit der Zeit durchs Vertrock-,nen weifs und zerreiblich : in diesem Zustand brausen sie.mit den Säuren, wie die kalkartige Substanz der Sertula-ria, deren Enden jenen Reichen der Fucus des Hrn. Ruizziemlich gleichen. Wir fanden im Südmeer, indem wirvon Guayaquil nach Acapulco reisten, diese nämlichen An-hänge der Tropentraube, und die genaueste Untersu-chung liefs uns keinen Zweifel über eine Zoophyte, wel-che sich an die Tangen heftet, wie der Epheu die-Bäumeumschlingt. Die unter dem Namen von weiblichen Blu-men beschriebnen Organe sind mehr als zwey Linien lang,und diese Grofse allein hätte die Vermuthung entfernen sol-len, dafs diese Organe wahre Pistillen seyen.

Die Rüste von Paria verlängert sich gegen Westen, in-dem sie eine Mauer von nicht sehr hohen Felsen, mit zu-gerundeten Gipfeln und wellenförmigen Umrissen bildet.Wir sahen lange die hohen Rüsten der Insel Margarethanicht, w r o wir anhalten mussten, um über das Rreuzen derenglischen Schiffe, und über die Gefahr, Guayre zu beruh-