Band 
Erster Theil.
Seite
361
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Kapitel III.

361

Wenn man diese in verschiedrien Jahreszeiten gemach-te« Beobachtungen untersucht, so mufs man die Monatevergleichen, welche in den Leyden Hemisphären ungefährgleich weit von den Solstitien entfernt sind. Es ist auchnothwendig, auf die Langsamkeit Rücksicht zu nehmen,mit welcher in der gemäfsigten Zone das Meer die Wärmeempfängt und verliert, die ihm von der Luft mitgetheiltwird. Die sich zeigenden Anomalien kommen vielleichtzum Theil von den Veränderungen her, denen die mittlernatmosphärischen Temperaturen der Monate an einem unddemselben Ort, aber in verschiednen Jahren, unterwor-fen sind.

Die vorangehende Tabelle zeigt, dafs die Ideen, wel-che man gewöhnlich von der niedern Temperatur der südli-chen Hemisphäre hat, nicht vollkommen genau sind. Naheden Polen und in sehr grofsen Breiten, ist die Kälte derMeere ohne Zweifel geringer imNorden als im Süden vomAequator ; aber dieser Unterschied ist zwischen den Wen-dekreisen nicht merklich; er ist es selbst sehr wenig bis zu35 und 40 Graden der Breite. Hr. Kirwan *) hat ein ähnlichesResultat für die Luft erhalten, welche auf dem Ocean ruht, in-dem er das Mittel-Verhältnifs aus einer grofsen Anzahl vonBeobachtungen nahm, welche während des Sommers undWinters in jeder Hemisphäre gemacht wurden, und die inden Reisejournalen der Schifffahrer aufgezeichnet sind.Von dem Aequator bis 34 ° südlicher Breite, sind die Win-ter gemäfsigter, als unter den nämlichen Parallelen in dernördlichen Hemisphäre; und noch im 5i° südlich, auf denMaluinen, ist der Monat Julius viel weniger kalt, als derMonat Januar in London .

*) Man sehe eine sehr interessante Abhandlung, welche sich in denfflem. de IAcad. d’Irlande , Vol. VIII. p. 4«? befindet.