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Kapitel lll.
Da die Farbe des Himmelsgewölbes von der Anhäu-fung und von der Natur der undui’chsichtigen Dünsteabhängt, welche in der Luft vertheilt sind, so darf mansich nicht wundern, d.tfs man, während grofser Trocken-heit, den Himmel in den Steppen von Venezuela undMeta von einem dunklern Blau sieht, als in dem Bek-ken des Oceans. Eine sehr heifse und mit Feuchtigkeitheynahe gesättigte Luft erhebt sich beständig von derOberfläche der Meere in die hohen Regionen der Atmo-sphäre, wo eine kältere Temperatur herrscht. Diese auf-steigende Strömung verui’sacht einen Niederschlag, oderrichtiger gesagt, eine Verdichtung der Dünste, Ein Theildavon vereinigt sieh zu Wolken unter der Form bläschenför-miger Dünste, in Zeiten, wo man in der trocknern Luft,'welche auf den Continenten ruht, nie Wolken entstehensieht ; ein anderer Theil bleibt zerstreut und in der At-mosphäre vertheilt, deren Farbe er blässer macht, Wennman von dem Gipfel der Anden seine Blicke gegen dasSüdmeer wendet, bemerkt man oft einen Nebel, welcher,gleichförmig vertheilt, in einer Höhe von i5oo bis 1800Toisen wie ein leichter Schleyer die Oberfläche desOceans bedeckt. Diese Erscheinung findet bey einerWitterung Statt, wo die Luft, von den Küsten und aufder offenen See gesehen, rein und vollkommen durchsich-tig scheint; auch kündigt sich das Daseyn dieser undurch-sichtigen Dünste den Schifffahrern nur durch die gerin-ge Intensität der blauen Farbe des Himmels an. Wirwerden in der Folge Gelegenheit haben, auf diese Er-scheinungen zurückzukommen, welche das Verschluckender Lichtstralen modificiren, und die den Nebeln ähn-lich, welche das Volk trockene nennt, dergestalt auf diehohen Regionen der Atmosphäre beschränkt bleiben, dafsunsere Hygrometer keine bemerkbare Veränderung da-von erleiden.