Band 
Erster Theil.
Seite
379
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Kapitel III.

379

starke Unregelmäfsigkeiten gibt. Diese dem Horizontnahe Zone hat äufserst hlasse Tinten, wegen der Dün-ste, die auf der Oberfläche des Wassers ruhen, und durchwelche die blauen Strahlen zu uns kommen. Aus demnämlichen Grund erscheint in der Nähe der Küsten, beygleicher Entfernung von dem Zenith, das Himmelsge-wölbe dunkler auf der Seite des Continents, als auf derdes Meers.

Die Menge der Dünste, welche die Farben der At-mosphäre verändern, indem sie rveilses Licht zurück-werfen, verändert sich von dem Morgen auf den Abend,und das Cyanometer, das am Zenith oder nahe dabeybeobachtet wird, zeigt mit ziemlicher Genauigkeit dieVeränderungen an, welche den verschiednen Stunden desTags entsprechen:

6| Uhr.

io Uhr.

Mittag.

2 Uhr.

. 5-jUhr,

Breite i8°

53'

>7°

21°

22°,4

22°

i8°

i6°

'9'

i 9 °

22°

23°,5

23°

20°,5

i3°

5i'

i5°

l6°

17°

»7°

i5°,8

Ich wollte diese letzte Beobachtung, vom 8ten Julius,nicht weglassen, ungeachtet der Himmel durch eine son-derbare Anomalie an diesem Tag so blafs erschien, al*man ihn auf dem Gontinentin der gemäfsigten Zone sieht.Wenn die Sonne in gleicher Entfernung von dem Meridianist, so sind die Farben Abends dunkler als Morgens, wahr-scheinlich weil das Maximum der Temperatur zwischen iund 2 Uhr fällt. Ich habe nicht, wie Hr. v. Sanssure , be-obachtet, dafs das Cyanometer regelmäfsig um Mit-tag*) niederer stand, als einige Zeit vor dem Durchgangder Sonne durch den Meridian; ich konnte mich aber

*) Cyanometrischc Beobachtungen von Gcneve.

6 Uhr io Uhr Mittag 2 Uhr 6 Uh?i 4°,7 23°,6 3 S °,& 20° 5 6 17 °,