Band 
Erster Theil.
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386
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Buch 1.

386

'entspringen, und welche sehr wenig aufgelöste Luft ent-halten, könnte glauben machen, diese Farbe sey demWasser in seiner grüfslen Reinheit eigen. Vergebenswürde man sich an die Chemie wenden, um diese Er-scheinung oder die blaue Farbe der Rhone bey Genevezu erklären. Nichts beweist bis jetzt, dafs es mehr oderweniger hydrogeneisirtes Wasser gibt, und die Erkäl-tung der Meere bey Stürmen ist viel zu schwach, alsdafs man der blofsen Veränderung der Dichtigkeit dieZurückweisung verschieden - gefärbter Lichtstralen zu-schreiben könnte. Es ist auf keine Art wahrscheinlich,dafs die grüne Farbe des Wassers der Mischung der gel-ben Stralen des Grunds, und der blauen durch das Was-ser zuriickge-worfenen Stralen zuzuschreiben sey*); denndas Meer ist oft auf offener See grün, wo es über800 Toisen Tiefe hat Vielleicht trägt in gewissen Stun-den des Tags das gelbe und rothe Licht der Sonne zuder Färbung ins Grüne bey. **) Die Weilen, bewegli-chen und geneigten Spiegeln ähnlich, werfen fortschrei-tend die W olken und die Tinten der Luft vom Zen ith bis zumHorizontzurück. Die Bewegung derOberfläche des Wassersverändert die Menge des Lichts, welches gegen die un-tern Schichten dringt, und man sieht ein, dafs diese schnellenV eränderungen des Durchgangs der Lichtstralen, welche soZulagen wie Veränderungen der Undurchsichtigkeit wir-ken, die Farbe des Oceans verändern müssen, wenn siesich mit ändern uns noch unbekannten Ursachen verei-nigen.

') Decade igyptienne, VoJ. I. p. 101.

Die schöne bläulich grüne Farbe, welche das Eis darbieiet,wenn man es in grofser Masse sieht, ist eine der Untersuchungwohl wcrthe Erscheinung, die allen Naturforschern bekannt ist, Vi el-ehe die Gletscher der Alpen besucht haben.