445
Kapitel III.
Man ist erstaunt in dieser Tafel zu sehen, dafs Hb..». JBorda seine Barometer auf dem Gipfel des Pic’s 4Linien niederer fand, als andere Beobachter, und ohnedafs die Anzeigen des Thermometers einen so enormenUnterschied im Luftdruck erklärten Man könnte glau-ben, die Instrumente seyen während der Nacht, welchedie Reisenden auf der Station der Felsen zubrachten, inUnordnung gerathen; aber man findet ganz ausdrücklichin den Journalen von Bor da und Var ela bemerkt, dafsden Tag nach der Reise der Unterschied zwischen dem'Barometer des Hrn. Pasley zu Orotava , und denen, dierzu der Messung des Piton gedient hatten, bis nahe aufzwey Zehntheile einer Linie der nämliche geblieben war.Der Vulkan von Teneriffa , wie alle sehr steilen Berge,ist ohne Zweifel wenig geeignet, den Irrthum barometri-scher Coeffizienten zu erproben. Es erzeugen sich schiefeWinde an dem steilen Abhang dos Bergs, und es ist zuvermuthen, dafs bey der Messung des Hrn. v. Bordaein sehr heftiger aufsteigender Wind oder irgend eineandere unbekannte störende Ursache das Barometer sin-ken machte. Das Wetter war den Abend vorher regne-risch gewesen; die Abnahme der Wärme war äufserstlangsam, und wahrscheinlich sehr ungleichförmig, wasalle Formeln fehlerhaft macht: ungeachtet dieser Um-stände würde man ohne das Zeugnifs eines so genauenBeobachters als Hr. v. Borda ist, Mühe haben, zuglau-
Der Irrthum um einen Grad in der Anzeige der Luft-f emperaturwurde die Höhe des Pic’s noch um nicht mehr, als ungefähr umToisen verändern. Eine groise Anzahl guter Beobachtungen,die auf den Gipfel des St. Bernhards gemacht wurde, beweist, dafidie berechneten Totalhühcn jedesmal zu grofs oder zu klein ausfal-len, wenn die Temperaturen über oder unter der mittlern Tempe-ratur der beyden Stationen lind. Journ. dt Fhyt. T.XXXI, p. 10.