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Kapitel III.
weifs, dafs die Formel von La Place die Höhen fiirdiese Tagszeit zu gering gibt, weil sein Coefiizient nachBeobachtungen bestimmt wurde, die um Mittag gemachtwurden: aber auf der andern Seite machte es Hr. Ra-jnond wahrscheinlich, dafs der für unsere nördliche Ge-genden angenommene Coefiizient eine kleine Verminde-rung erleiden mufs, um ihn der Messung von Höhenanzupassen, die zwischen den Tropen liegen, oder sichden Grenzen der heifsen Zone nähern *)• Es fand alsoeine Compensation Statt, und diese Compensation wurdedurch die Wirkungen der täglichen Variation des Baro-meters nicht gestört. Ich bemerke diesen letzten Um-stand ausdrücklich, weil ausgezeichnete Physiker neuer-lich behauptet haben, der Barometer müsse zu der Zeitauf hohen Bergen fallen, wenn er um g Uhr Morgensin den Ebenen sein Maximum erreicht. Diese Behaup-tung*') gründet sich nur auf theoretische Ansichten undauf eine lokale Erscheinung, die Sauasare in den Alpen beobachtet hat. Die Beobachtungen, die Hr. Bonpland und ich über die stündlichen Veränderungen des Baro-meters von der Küste an bis auf 2000 Toisen Höhe ge-macht, beweisen im Gegentheil, dafs unter den Troppndas Quecksilber genau sein Maximum und sein Minimumin denselben Stunden in den niedern Gegenden und aufden Gipfeln der Anden erreicht.
Die wahre Höhe des Pic’s von Teneriffa differirtwahrscheinlich wenig von dem Mittel aus den drey gco-meti'ischen und barometrischen Messungen von Borda,Lamanon und Cordier :
*) Ramond, p. 97.
’*) Journ. de Fhys. T. LXXI, p, i 5