Band 
Erster Theil.
Seite
511
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Kapitell. ^ri

höchst angenehm kühl; Schwärme leuchtenter Insekten" 1 )glänzten in der Luft, auf den von Sesuvium bedecktenBoden und den Wäldchen von Mimosen, die den Flufsbegrenzen. Manweifs, wie gemein die Scheinwürmerin Italien und dem ganzen mittäglichen Europa sind: aberdie mahlerische Wirkung, die sie hervorbringen, kannnicht mit den unzähligen zerstreuten und bewegten Lich-tern verglichen werden, welche die Nächte der heifsenZone verschönern, und auf der Erde, in der weiten Flächeder Savannen, das Schauspiel des gestirnten Himmelsge-wölbs zu wiederhohlen scheinen.

Als wir beym Herabschiffen des Flusses uns denPflanzungen oder charas näherten, sahen wir Freuden-Feuer, die von den Negern angezündet waren. Ein dün-ner und wogender Rauch erhob sich gegen den Gipfelder Palmen, und gab der Mondsscheibe eine röthlichoFarbe. Es war die Nacht eines Sonntags, und die Sclaveutanzten bey dem schreyenden und einförmigen Ton einerGuitarre. Die Völker Africas von schwarzer Farbe habenin ihrem Charakter eine unerschöpfliche Quelle von Be-wegung und Fröhlichkeit. Nachdem sich der Sclave dieWoche durch harten Arbeiten ergeben hat, zieht er anden Festtagen die Musik und den Tanz einem verlän-gerten Schlaf vor. Lasst uns diese Mischung von Sorg-losigkeit und Leichtsinn nicht tadeln, welche die Uebeleines von Entbehrungen und Schmerzen erfüllten Le-bens versüfst!

Die Barke, in der wir den Meerbusen von Caviacodurchschifften, war sehr weit. Man hatte grofse Felledes Jaguar oder'americanischen Tigers ausgebreitet, da-

*) Elater noctilucas.

**) Lampyris itulica, L- noctiluc * **)