Band 
Zweyter Theil.
Seite
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Wenn aber unbezweifelt, am Ende des fünfzehntenJahrhunderts auf dem Küstenlande von Cumana vveisseMenschen eben so wenig' vorkamen als heutzutage,80 darf man daraus nicht schliefsen, dafs die Ameri-kaner überall eine gleichmäfsige Organisation des Haut-systems darbieten. Es ist eben so unrichtig, wenn mansagt, sie seyen alle roth-kupferfarbigt, als wenn manbehauptet, ihre Haut wäre nicht dunkel gefärbt,wenn sie der unmittelbaren .ührung der Luft nichtausgesetzt uno von der Sonne nicht verbrannt würde.Die Landeseingebornen lassen sich in zwey, an Zahlsehr ungleiche Hälften theilen: zur ersten gehören dieEskimoer von Grönland , Labrador und der Nordküsteder Hudsonsbay, die Bewohner der Beringstrafse, derHalbinsel Alaska und der Prinz-Wilhelm-Bucht. DerÖstliche und westliche Ast * **) ) dieses Polarstammes, dieEskimoer und die Tchougazen, sind ungeachtet dergroßen Entfernung von 800 Meilen,' die sie trennt*durch die engste Verwandtschaft der Sprachen mitein-ander verbunden. Diese Verwandtschaft dehnt sich so-gar auch, wie neuerlich unzweifelhaft gezeigt ward, aufdie Bewohner des nordöstlichen Theils von Asien aus;denn die Sprache der Tchouktchen an der Mün-dung des Anadyr hat einerley Wurzeln mit der Sprachedes Eskimoer, welche .die Europa gegenüberstehendeKüste von Amerika bewohnen. Die Tchouktchen sind

*) Vater im Mithridates , Th. III. Abth. III. S. 425 468 .Egede , Crantz, ffearne, Mackensie, Portlock, Chwostoff,JJavidoff, Eesanoff, Merk und Billing haben uns mit dergrofsen Familie dieser Eskimoer Tchouktchen bekannt ge-macht.

**) Ich spreche hier nur von denjenigen Tchouktchen, diefeste Wohnsitze haben; die Nomaden-Tchouktchen nähernich den Koroeken.