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Kapitel X.
nach Süden; ein Theil des Himmels, der sich vomeigentlichen Ostpunkt 3o° nordwärts und südwärts aus-dehnte, war davon ganz erfüllt. Auf einer AusdehnungVon 6ö° sah man die Meteore in der Richtung vonO. N. O. und O. ansteigen, inehr oder minder grofseBogen bilden, und, nachdem sie in der Pachtung desMeridians ihren Lauf genommen, südwärts 'niederfal-len *). Einige derselben erreichten die Höhe von 40 °;alle stiegen über 25° bis 3o“. Der Wind war nur sehrgering in den liefen Regionen der Atmosphäre undWehte von Osten her. Von Wolken war keine Spurvorhanden. Hr. Bonpland versicherte, zu Anfang derErscheinung habe man im ganzen Himmelsraum keine,drey Monddurchinessern an Ausdehnung gleichkommendeStelle bemerkt, die nicht jeden Augenblick voll Feuer-kugeln und Sternschnuppen stund. Der ersteren warenweniger; allein bey ihrer sehr verschiedenen Grofsekonnte zwischen der gedoppelten Erscheinung keinebestimmte Gränze gezogen werden. Diese sämmtlichenMeteore Hessen , wie es in den Aequinoctialländernöfters der Fall ist **), Lichtstreifen von 8 bis 10 Länge-graden hinter sich zurück. Die Phosphorescenz dieserLichtstreifen dauerte 7 bis 8 Sekunden. Mehrere Stern-schnuppen hatten einen deutlichen Kern, so grofs wiedie Jupitersscheibe, von welchem die ungemein hell leuch-tenden Funken ausgingen. Die Feuerkugeln scheinenwie durch Entladung zu zerspringen; aber die gröfsten,Von 1 “ bis 1 “ i5' Durchmesser, verschwanden ohn»
*) Diese gleichförmige Richtung war auch mehreren Ein-wohnern von Nueva Barcellona auffallend gewesen, dieuns bey unserer Rückkehr vom Orcnoko davon sprachen,ohne dafs wir ihnen die in Cumana gemachten Beobach-tungen mitgetheilt hatten.
**} Siehe oben, B, I. Kap. I. S. 111.