494
Buch IF.
Ich will hier noch einige andere Angaben beyfügen, dieich den gefälligen Mittheilungen des Hrn. von Bach verdanke,und wodurch Verschiedenes ,im zweyten Kapitel dieser ReiseBemerktes berichtigt wird. Ich ergreiffe mit besonderem Ver-gnügen jeden Anlafs, der dieses Werk durch die Berichtesachkundiger Personen, welche die gleichen Orte besucht undlänger als ich daselbst verweilt haben, vervollständigen kann.,,Die canarische Fichte (B.I, S. 278.) ist zuverlässig eine neue,den europäischen Botanikern bisher unbekannte Art. DerDrachenbaum (S. 170) scheint nicht, wie Linne behauptethatte, Ostindien anzugehören. Man trifft ihn wildwachsendin der Nähe von Iguesta, auf 170 bis 200 Toisen F.rhöhungüber der Meeresfläche an. Die stachlichte Pflanze von Lan-cerota, welche Hr. Broussonnet für eine Art des Sonchus<B. I, S. s 5 i.) hielt, ist der Prenanthes spinosa. Der Vulcanvon Lanccrota, dessen Höhe ich zu 3oo Toisen schätzte (B.I.S. iif), nach Winkeln, die vom Schiffe aus genommen waren,ist die Corona , deren Höhe, einer genauen barometrischenMessung zufolge, 292 Toisen beträgt. Die Höhe der StadtLaguna, die niemals genau war bestimmt worden (B.I. S. 129und 4S0), beträgt 264 Toisen. Es gibt keine kreisförmigeLava-Mauer, die auf der Nord- und Westseite den Eintrittdes Kraters vorn Pie von Teneriffa hindert. Was ich vondieser Mauer und von der Aehnlichkeit zwischen dem Gipfeldes Pic und des Cotopaxi (B.I. S igs.) gesagt habe, scheintunrichtig zu seyn. Die Behauptung des Hrn. Broussonnet(ß. I. S. 25o), der zufolge die Insel Gomera einen Kern vonGranit und Glimmerschiefer enthält, wird durch keine spä-tere Beobachtung bestätigt; hingegen hat der gelehrte spani-sche Mineralog, Hr. Escolar , auf der Insel Fortaventuraeinen Block syenenitischen Urgebirgs gefunden. Er bestehtaus einer Feldspathmasse mit Kristallen von. Hornblende. Hr.von Buch hat i« dem grofsen Circus der Insel Palma, den erals den vormaligen Aushruchcrater ansieht,. eine andere Ur-gebirgsart gefunden. Die Grundlage derselben ist gleichfallsfeldspatharlig, mit eingeschlofsnen Granaten und Strahlstein(actinote). In einer nahen Bergschlucht kommen einzelneGlimmerschiefer-Blöcke mit Hornblende vor. Die Kalk- undGips - Formationen von Lancerota und Fortaventura (B.I,S. a5i.) sind der vulcanischen Tuftstein - Formation unterge
ord-