Band 
Fünfter Theil.
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Kapitel XXF.

au den Hüften mit einem Stücke dunkelblauen, fastschwarzen Tuches. Diese Tuchhülle ist so weit, dalsbey kühlen Abenden d' e rlaraiben sich damit auch eineihrer Achseln decken. Da ihr Körper mit Onolo *) ge-färbt ist, so sehen ihre grofsen Gestalten, von kupfer-rolher Farbe und malerisch drappirt, von weitem aufder Steppe zum Himmel emperragend, antiken Bronze-Statuen gleich. Der Haarschnitt der Männer ist sehrbezeichnend: es ist derjenige der Mönche oder der Chor-knaben. Die Stirne wird zum Theil rasirt, wodurch siesehr grofs erscheint. Ein ansehnlicher Haarbüschel, kreis-förmig abgeschnitten , fängt zunächst beym Scheitel erstan. Diese Aehnlichkeit der Karaiben mit den Mönchenist kein Ergebnifs des Aufenthalts der Missionen. Esrührt dieselbe nicht, wie irrig behauptet ward, von ei-ner Begierde der Eingebornen her, ihre Gebieter, dieFranziskaner-Väter, nachzuahmen. Die Stämme, welcheihre wilde Unabhängigkeit beybehalten haben, zwischenden Quellen vom Carony und vom Rio Branco, zeich-nen sich durch den nämlichen cerquillo de jrailes aus,welchen zur Zeit der Entdeckung von America die er-sten spanischen Geschichtschreiber S s > bereits als Kenn-zeichen der Völker vom Karaibenstamme angaben. AlleMänner von diesem Stamme, die wir theils während derSchiffahrt auf dem Unter-Orenoko, theils in den Mis-

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} JRocon , aus der Bixa Orellana gezogen. In der Karaiben-Sprache heilst diefs Pigment bichet.

**) Regio ab incotis Caramairi dicitur, in qua viros simul etfeminas statura aiunt pulcherrimos esse, nudos tarnen, ca'pillis aure tenus scissis mares, feminas oblongis. A Caribi-bus, sive Cannibalibus, carnium humanarum edacibus, ori-ginem traxisse Caramairenses existimant. Pelr. RlarlyrOcean. 0 535), p. »5. D. et 16. B.