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Kapitel XXr.
landes, welche sich auf die Mäfsigkeit und Unschuldder ersten Naturmenschen stüzt, die mittlere Dauer ei-ner Generation auf 180—200 Jahre geschäzt, was danndie Festsetzung einer Epoche in Zahlen ganz und garunstatthaft macht. Während der ganzen Zeit dieser lan-gen Auswanderung hatten die Karaiben niemals diegrofsen Antillen berührt, deren Eingeborne indessen ih-ren Ursprung auch aus Florida herleiten :: 0 - Die Insel-bewohner von Cuba, Haiti, Portorico waren nach demeinstimmigen Zeugnifs der ersten Conquistadores von denKaraiben total verschieden, und zur Zeit der Entdeckungvon America hatten Ieztere sogar 1 schon die Gruppeder kleinen lucayischen Inseln verlassen, in welchemArchipel eine erstaunenswürdige Verschiedenheit der Spra-chen herrschte, wie diefs in allen Gegenden der Fallist, welche von Flüchtlingen und Schiffbrüchigen be-völkert wurden
Die Herrschaft, welche die Karaiben so lange Zeitüber einen grofsen Theil des Festlandes ausgeübt haben,so wie die Erinnerung ihrer früheren Grüfse, haben ih-nen ein Gefühl von Nationalstolz und Ueberlegenheiteingeflöfs.t, welche sich in ihren Manieren und in ihrerRede deutlich aussprechen. „Wir allein, sagen sie, wirbilden ein Volk, die anderen Menschen C aquill) sindnur da, um uns zu bedienen.“ Die Verachtung, welchedie Karaiben gegen ihre alten Feinde hegen, ist soausgesprochen, dafs ich ein Kind von zehen Jahren, alses Cabre oder Gavere genannt wurde , über diesen Schimpfhabe in die grölste Wuth gerathen sehen. Dennoch hatte
*) Herera Dec. I, p. 255. Dec. II, p. i65.
La gente de las islas Yucayas era ( 1492 ) mas blanca y demayor policia que la de Cuba y Haiti. Havia mucba diver-sidad de lenguas. Gomara Hist, de Ind. f'ol. XXI.