Band 
Fünfter Theil.
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Buch IX.

Santa Gr uz de Cachipo durchzogen wir die westlicheVerlängerung des kleinen, unter dem Namen Mesa deAmana bekannten Plateaus. Es bildet dasselbe einen Schei-dungspunct zwischen dem Orenoko, dem Guarapicheund dem Küstenlande von Neu - Andalusien. Seine Er-höhung ist so gering, dafs sie der Veranstaltung einerBinnenschiffahrt in diesem Theile der Llanos wenig Hin-dernifs in den Weg legen wird. Der Rio Mamo aber,der oberhalb des Zuflusses vom Carony in den Orenokoausmündet, und welchen d’Anville (ich weifs nicht aufwessen Beglaubigung?) in der ersten Ausgabe seinergrofsen Karte als einen Ausflufs vom Valencia-See, undder die Gewässer vom Guayre aufnähme, dargestellthat, konnte nie als natürlicher Kanal zwischen beydenStrombecken dienen. Eine Gabeltheilung dieser Art wirdin der Steppe nirgends angetroft’en. Sehr viele von denKaraiben - Indianern , welche gegenwärtig in den Missio-nen van Piritu angesiedelt sind, hatten früher ihreWohnsitze nördlich und östlich der Bergebene von Ama-na, zwischen Malurin, der Mündung des Rio Arenund dem Guarapiche; die Einfälle von Don Joseph Ca-renno, einem der unternehmendsten Statthalter der Pro,-vinz Cumana, hatten, im Jahr 1720, die allgemeine Wan-derung der unabhängigen Karaiben nach den Gestadendes Unter - Orenoko veranlaßt.

Es besteht diese ganze ausgedehnte Ebene, wie wiroben schon gezeigt haben aus Secondar- Formatio-

nen, die südlich unmittelbar an das Granitgebirge desOrenoko angelehnt sind. Nordwestlich werden sie durcheinen ziemlich schmalen Streif des Uebergcingsgebirgsvom Urgebirg des Küstenlandes von Caracas getrennt.

*) Th. 5, S. jSo bis 535.Th. 5, S. t5; bis aüg.