Kapitel XX V. 07
kung der den Rasen bildenden Arien der Gräsergattun-gen Killingia, Paspalum, Cenchrus, zeigt sich überallgleichmälsig; wo aber der Felsengrund beynahe zu Tageliegt, da ändert sich seine Decke, je nachdem dieselbeauf rothem Sandstein, oder auf dichtein Kalkstein undGyps ruht; sie wechselt auch, je nachdem die periodi-schen Ueberschwemmungen in den niedrigsten OrtenSchlamm angehäuft, oder von kleinen Plateaus der Stofsdes Wassers die dünne Erddecke vollends -weggespült ha-ben. Viele vereinzelte Kulturen sind mitten auf diesenWeiden bereits auch da vorhanden , wo llielsendes Was-ser oder Büsche der Mauritia - Palme sich vorgefundenhatten. Diese Meyereyen, um welche her Mais gesäetund Maniok gepflanzt wird, mögen siel), wenn die Ver-mehrung von Bäumen und Sträuchern gelingt, bedeu-tend ausdehnen.
Die Unfruchtbarkeit und die aufserordentliche Hitzeder ISlesas hängen nicht einzig nur von den Verhält-nissen ihrer Oberfläche und von der örtlichen Reverbe-ration des Bodens ab; ihr Klima wird durch die umlie-gende Landschaft und, die Gesammtsteppe, zu welcherdie Mesas gehören, modificirt. In den Wüsten vonAfrica oder Arabien, in den Llanos von Süd-America, inden weitläufigen Heiden, die sich von der Grenze Jüt-lands bis zur Ausmündung der Schelde erstrecken, be-ruht der unveränderliche Stand der Grenzen der Wild-nisse, der Savanen und Heiden grofsenlheils auf ihrerunermefslichen Ausdehnung , auf der Nacktheit, welchediese Landschaften in Folge irgend einer die vormaligeVegetation unsers Planeten zerstörenden Revolution erlit-ten haben. Durch ihre Ausdehnung, ihren Zusammen-hang und ihre Masse widerstehen sie den Eingriffen der
') Kleine Plateaus, bancs , Löher gelegene Theite der Steppe.