Band 
Fünfter Theil.
Seite
59
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li a p i t e l XXF.

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mäfsig, mag der umzingelte Theil eine Savane, odermit Heiden bewachsen seyn, wie im nördlichen Europa ,oder mit Cistus, Lenljsken und Chamärops, wie in Spa-nien , oder mit Cactus, Argemone und ßrathys, wieim äquinoctialen America. Je einen gröfseren Raum diegesellig lebenden Pflanzen einnehmen, desto mehr Wi-derstand setzen sie der Kultur entgegen. Dieser allge-meinen Ursache gesellen sich in den Llanos von Vene-zuela annoch bey die Wirkung der kleinen Grasarten,die während der Saamenreifung den Boden erschöpfen,der gänzliche Mangel von Bäumen und Sträuchern , dieSandwinde , deren Hitze durch den Contact einer Ober-fläche erhöht wird, welche zwölf Stunden lang, ohne ir-gend einen andern Schatten, als der von den Strohhalmender Aristides, Cenchrus und Paspalum herrührt, die Son-nenstrahlen absorbirt. Die Fortschritte, welche die Ve-getation der grofsen Bäume und die Kultur der Dicotyle-donen- Pflanzen um die Städte her, zumBeyspiel in denUmgebungen von Calabozo und Pao, gemacht haben, be-weisen, was man über die Steppe gewinnen könnte,wenn man sie in kleinen Parthien durch Schläge undWässerungskanäle abgetheilt und allmählig vorschreitendangreifen wollte. Vielleicht gelänge es, den Einflufs derden Boden verödenden Winde zu mindern, wenn im Gros-sen, bey i 5 oder 20 Morgen Landes mit Psidium, Cro-ton, Cassia pder Tamarisken, welche dürre und offneStandorte lieben, angesäet würden. Ich bin weit ent-fernt zu glauben, dafs der Mensch jemals die Savanengänzlich vertilgen werde, oder dafs die für Viehweidenund für den Viehverkehr nutzbaren L/anos jemals zueiner Kultur gelangen mögen, wie diejenige der Thälervon Aragua oder anderer, den Küsten von Caracas undvon Cumana genäherter Landschaften ist; hingegen binich auch überzeugt, dafs ein beträchtlicher Theil jener