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und noch andauernder als jener ist, zur Seite. Eineaufgeklärte Regierung inufs ungerne sehen, dafs die Ge-wöhnungen des Hirtenlebens, welche ein müfsiges undherumstreifendes Leben befördern, in mehr als zwey Dnt-theilen ihres Gebiets vorherrschen. Derjenige Theil derKüstenbevölkerung, welcher jährlich den Llanos zuzieht, ,um sich in den hatos de gunodo * * ) anzusiedeln und da-selbst die Heerden zu hüten, thut einen Rückschritt in derGesittung.» Wer möchte bezweifeln, dafs die Anlegungvon Dörfern überall, wo flicfsendes Wasser vorhanden ist,nicht eine bedeutsame Verbesserung des moralischen Zu-stands der Steppenbewohner herbeyführen würde. Mil-dere Sitten, die Neigung zu festen Wohnsitzen und häus-liche Tugenden müssen im Gefolge landwirthschaftlicherBetriebsamkeit sich da einfinden.
Nach dreytägiger Wanderung bekamen wir die Berg-kette von Cumana, welche die JUlanos, oder, wie manhier zu sagen pflegt, „das grofse Meer von grünem Gra-se“ von den Küsten des Antillenmeeres trennt, zu Ge-sicht. Wenn der Bergantin über 800 Toisen Höhe hat,so kann derselbe, wofern auch nur eine gewöhnliche Re-fraction von ’/ l4 des Bogens angenommen wird, auf dieEntfernung von 27 Seemeilen gesehen werden; ***) alleindie Beschaffenheit der Atmosphäre entzog uns lange Zeitden schönen Anblick dieses Bergvorhangs. Anfänglichzeigte er sich wie eine Nebelschichte, welche die demPole genäherten Gestirne bey ihrem Auf- und Nieder-
*) Eine Art Meyereycn, die aus Schoppen bestehen, worin diehateros et peones para el rodeo , das ist die Menschen, woh-nen , welche die halbwilden Pferde - und Oehsr-nheerden hü-ten, oder, richtiger gesagt, unter Aufsicht haben.
**.1 Los Llanos son como un mar de yerbas.
,i: i Tb. 1, S. 47S; Th. 2, S. 85 .