Buch JA.
82
noch nirgends in Europa zu finden ist, vor etlichen Jah-ren dem Pflanzengarten Übermacht, dessen Sammlungenbereits auch den Couxio (Simia Satanas) und den Sten-tor oder Alouate der Steppen von Caracas (Simia ursi-na) erhalten hatten, von denen ich die Abbildungenin meinem Piecueil de Zoologie et d’Anatomie compa~ree geliefert habe. Die Ankunft so vieler französischerKriegsmänner und die Aeufserung solcher politischer undreligiöser Meinungen, die nicht gerade mit denjenigenübereinstimmen, wodurch die Multerstaaten ihr Anse-hen zu befestigen glauben, hatten eine bedeutsame Geh-rung in der Bevölkerung von Cumana verursacht. DerGouverneur behandelte die französischen Behörden mitden gefälligen Formen, welche der Anstand und die da-mals zwischen Frankreich und Spanien bestehenden ver-trauten Bande erheischten. Auf den Strafsen drängtensich die farbigen Leute um den Agenten des Directo-riums , der in reiches und theatralisches Kostüm geklei-det auftrat; da aber auch sehr weifshäutige Menschen,mit grofser Zudringlichkeit überall, wo es ihnen gelangverständlich zu werden, sich nach dem Grade des Ein-flusses erkundigten, welchen die Republik den Koloni-sten in der Regierung von Guadeloupe einräumte, soverdoppelten die königlichen Beamten ihren Eifer, diekleine Eskadre mit den nöthigen Vorräthen zu versehen.Fremdlinge’, die sich ihrer Freiheit rühmten, däuchtenihnen unbequeme Gäste zu seyn, und ich nahm wahr,dafs in einem Lande, dessen fortgehend steigender Wohl-stand auf dem heimlichen Verkehre mit den Inseln undauf einer gewissen dem Ministerium abgezwungnen Han-delsfreiheit beruhte, die europäischen Spanier nichts de-stominder die alte Weisheit jenes Gesetzbuches (leyes deIndias') bis zu den Wolken erhoben, demnach frem-den Schiften nur in Fällen von Nothbedarf oder erlittnem