Band 
Fünfter Theil.
Seite
84
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Buch IX.

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Caney gelandet hatten, besuchten wir nochmals die alte,durch Einbruch des Meeres in einen See verwandelte Sa-line, die schönen Ruinen des Schlosses Araya und denKalksteinberg von Barigon, der durch seinen steilen Ab-sturz auf der Westseite ziemlich schwer zugänglich ist.Der mit Erdöl und linsenförmigem Gyps gemischte salz-haltige Thon , welcher zuweilen in einen braunschwärz-lichen Thon ohne Salzgehalt übergeht, bildet eine indieser Halbinsel, auf der Insel Marguarita und am ge-genüberstehenden Festland in der Nähe des Schlosses St.Anton de Cumana sehr verbreitete Formation. Es istauch ungemein wahrscheinlich, dafs das Daseyn ebendieser Formation zu den Spalten und Zerreifsungen desBodens beygetragen hat, die dem Geognosten auffallenderscheinen, wenn er von einer Erhöhung auf der Halb-insel Araya herab das Land überblickt. Die aus Glim-merschiefer und Thonschiefer bestehende Kordillcre die-ser Halbinsel ist nordwärts, durch den Kanal von Cu-bagua, von der Bergkette der Insel Marguarita, diebeide aus gleichartigen Formationen bestehen, getrennt;südwärts ist die Kordillere von der hohen Kalkgebirg-kette des Festlands durch den Golf von Cariaco geson-dert. Aller Zwischenraum scheint früher mit salzhalti-gem Thon erfüllt gewesen zu seyn, und wahrscheinlichist durch die andauernden Zerfressüngen des Ozeans dieseFormation weggespült, und die Ebene dadurch Anfangsin Lagunen, später in Golfe und endlich in schilfbare Ka-näle verwandelt worden. Die Erzählung dessen, was inden jüngsten Zeiten, am Fufse des Schlosses Araya, zurZeit des Meereinbruches in die alte Saline vorgegangenist, die Gestalt der Lagune von Chacopata und ein vierMeilen langer See, welcher die Insel Marguarita bey-nahe in zwey Hälften theilt, liefern augenfällige Beweisedieser fortgehenden Zerfressungen. Auch glaubt man