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Kapitel XXVI.
nicht gleich genaue astronomische Angaben zum Grundeliegen; zweytens, je nachdem die Grenzen den abwei-chenden Ansprüchen der Grenzstaaten zufolge bezeichnetwerden, und drittens, je nachdem, bey anerkannter völ-liger Richtigkeit der Grenzen und sattsam befriedigenderGenauigkeit der astronomischen Bestimmungen , von derzu berechnenden Area die gänzlich unbewohnten odervon wilden Völkern besezten Landschaften bey Seite ge-lassen werden. Begreiflich hat die erste Ursache vor-zugsweisen Einflufs auf Messungen von Grundflächen da,wo die Grenzen, wie zum Beyspiel in Peru , längs derKordilleren der Fall ist, ihre Richtung von Nord nachSüd nehmen. Man vveifs, dafs überhaupt Irrthümerhinsichtlich der Längen häufiger und bedeutsamer Vor-kommen, als hinsichtlich der Breiten; inzwischen wür-den auch diese lezteren eine.Abweichung von mehr denn4600 Geviertmeilen in der Area der Republik von Co-lombia veranlassen, wenn, wie vormals geschah, ange-nommen würde *), auf der südlichen Grenze vom spa-nischen Guianaund von Brasilien liege das Fortin San Carlosdel Rio Negro unter dem Aequator, von dem ich aberdurch die auf dem Felsen von Culimacari angestelllenBeobachtungen gezeigt habe, dafs es unter i° 53' 4 2nördl. Br. liegt. Die zweyte, von politischen Grenz-streitigkeiten herrührende Ursache der Ungewifsheit istsehr wichtig überall, wo das portugiesische Landesge-biet mit dem spanisch - americanischen ZusammenhängeDie handschriftlichen in Rio-Janeiro und in Lissabon verfertigten Karten sind ganz verschieden von denjeni-gen, welche in Buenos-Ayres und in Madrid verfertigtwerden. Ich habe iin XXIII. Kapitel '"“"') von diesen endio-
*) Siehe oben, Th. 4 , S. 55g, und am Schlüsse des neuntenBuchs die Kote P.
A. a. O., S. i58.