Band 
Fünfter Theil.
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Buch IX.

len, welche den Namen tierras templadas *) verdienen,und worunter mehrere für den Anbau von Cerealienwohl geeignet, für die Kultur des Kaffeestrauchs bereitsschon zu halt sind. Da diese Angaben einzig nur land-wirtschaftlichen Zweck haben, so werden wir bey denBergthälern oder Hochebenen von sattsam bedeutenderAusdehnung stehen bleiben. Der Paramo von Mucu-chies, welcher der Sierra Nevada von Merida angehört,die Silla de Caracas , auf den Küsten - Cordilleren, undder Duida, in den Missionen vom Ober-Orenoko, ha-ben 2100, i 34 o und 1280 Toisen Erhöhung ; allein dieseBerge bieten auf ihren Abhängen wenig anbaufähigesLand dar. Gleichmäfsig verhält es sich mit der ganzenReibe hoher Berge aus Secondar - Kalkstein, Glimmer-schiefer und Granit-Gneis, die sich längs der Küste vonVenezuela vom Kap Paria bis gegen den Maracaybo - Seeausdehnt. Diese Küstenkette besizt keine hinlänglicheMasse, um auf ihrem Rücken solche ausgedehnte Hoch-ebenen zu bilden, wie sie in Quito und Mexico für dieVereinbarung aller europäischen Kulturen Raum gewäh-ren. Die L,andschaflen von gemäjsigtem lilima (dem-nach überhalb 3 oo Toisen), welche die vormalige Ca.pitania general von Caracas darbietet, sind: 1) der Berg-theil der Chaymas - Missionen * i: ') von Neu-Andalusien,nämlich der Cerro del Impossible (297 T.), die Savanen

Ich soll hier erinnern, dafs beym Gebrauch der etwas schwan-kenden iS amen von tierras calientes , templadas und frias,ich die ersten zwischen die Küsten und 3 oo Toisen , die zwey-ten zwischen 5 oo und 1100 Toisen, die dritten zwischen 1100und 24^° Toisen verstanden wissen will. Die lezteZahl, diedes ewigen Schnees in der Aequinoctial - Region, giebt dieGrenze des vegetabilischen Lebens an.eo 4 Th. 2 , S. 75 — 84, 5 g, 85 —92, g 5 — 102, i 5 g.