Band 
Fünfter Theil.
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K a p iit e l XXVI.

Gattungen Cinchona und Exostema auf der Hochebenevon Mexico und in den östlichen Regionen von Süd-America, nordwärts vom Aequator (wenn anders der-selbe wirklich so absolut ist, wie diefs bisher den An-schein hatte), mufs um so auffallender seyn, als dieAntillen -Inseln allerdings Quinquinas mit glatten Blu-menkronen und vörragenden Staubfaden besitzen. Inder südlichen Halbkugel haben die temperirten Theilevon Brasilien den reisenden Botanikern gleichfalls bisda-hin nur noch sehr wenige Arten der ächten Cinchonadargeboten, deren Gattung durch ihre Frucht auf einesehr bestimmte Weise von den Macrocnernen geschie-den ist. Zufolge einer schönen Entdeckung des HerrnAugust de St. Hilaire, wird die Cinchona ferruginea inden temperirten Regionen der Kapitanschaft Minas - Ge-raes angetroflen, wo sie unter dem Namen Quina daSerra gebraucht wird.

Zum Schlüsse dieser Angaben über die Pflanzen Er-zeugnisse von Venezuela , welche einst Gegenstände desHandelsverkehrs werden können, will ich noch kürzlicherwähnen: die Quassia Simaruba des Thals vom RioCaura; die Unona febrifuga von Maypufes, unter demNamen Frutla de Bnrro bekannt; die Zarza oder Sas-saparille vom Rio Negro ; das Oel des Kokosbaumes,welcher, als der Olivenbaum der Provinz Cumana kannangesehen werden; die öligten Mandeln vom Juvia (Ber-tholletia); die köstlichen Harze und Gummi vom Ober-Orenoko (Mani und Caranna')\ das Caoutchouc , dem

p. S7. Die angebliche Cinchona brasiliensis in WilldenowsHerbarium, deren Kelch die Länge der Krone hat und diein den heifsen Regionen von Grofs-Parä wächst, ist viel-leicht nur eine Machaonia.