Kapitel XX.FI. 23 ^
reichs Mexico die Denkschriften zweyer Ingenieureinitgetheilt erhielt, denen die Untersuchung der Land-enge aufgetragen war, so mochte ich mir dadurch einenziemlich genauen Begriff von den örtlichen Verhältnissenverschaffen. Es scheint unzweifelhaft, dafs die Giebel-linie, welche die Wasserscheide zwischen Jbeyden Mee-ren bildet, von einem Querthal durchschnitten wird,worin ein Schiffahrtskanal gegraben werden könnte; Neuer-lich ist behauptet worden, es fülle sich in Zeiten vonhohem Wasserstand dieses Thal mit hinlänglichem Was-ser, um den Booten der Landeseingebornen eine natür-liche Durchfahrt zu gestatten; von diesem merkwürdi-gen Thatverhalt habe ich jedoch nirgends eine Spur inden verschiedenen an den Vicekönig Don Antonio Bu-careli gerichteten officiellen Berichten gefunden. Aehn-liche Verbindungen sind zur Zeit der grofsen Ueber-schwemmungen vorhanden, zwischen den Wasserbeckender Flüsse St. Lorenz und Mississipi, das will sagen,zwischen demErie-See und demWabash, zwischen demMichigan -See und dem Flusse der Illinesen **)• Der,unter der einsichtsvollen Verwaltung des Grafen von Re-villagigedo projectirte, Kanal von Huasacualco würdeden Rio Chimalapa mit dem Rio del Passo, der ein Zu-flufs des Huasacualco ist, vereinbaren. Derselbe würdemehr nicht als etwa 1G000 Toisen Länge haben, und,der Beschreibung des in grofsem Ruf gestandenen Inge-nieurs Cramer zufolge, sollte man glauben, er würdeweder Schleussen, noch unterirdischer Gallerien, nochdie Anwendung von geneigten Flächen bedürfen. Inzwi-schen darf nicht vergessen werden, dafs bis dahin nochkein barometrisches oder geodäsisches Nivellement in der
4 ) Don äguslin Cramer und Don Miguel del Corral.
4e j Siehe oben, Th. 3 , S. 138 und Th. 4, S. 4u.