Noten,
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durch den Alkohol nur für’s Durchseihen etwas schwieriger wer-den. Die frische Milch bewirkt eine leichte Röthung des Lackmus.Sie gelangt zum Sieden bev der Temperatur von ioo°, beym Druckvon ungefähr o” 729- Der Warme ausgesezt, zeigt sie anfangsdie gleichen Erscheinungen wie die Kuhmilch: auf der Oberflächebildet sich ein Häutchen, das die Verflüchtigung wäfsrichter Däm-pfe hindert. Nimmt man das Häutchen von Zeit zu Zeit weg undläfst man den Saft bey gelinder Wärme abdainpfen, so erhält manein Extract, das dem Milchextract (frangipane) gleicht; bey an-dauernder Einwirkung der Wärme inzwischen bilden sich ölichteTropfen, die nach Mafsgabe der Verflüchtigung des Wassers sichvermehren und endlich eine ölichte Flüssigkeit bilden, worin einefibröse Substanz schwimmt, die vertrocknet und hjirt wird im Ver-hältnjfs wie die Temperatur des Oelcs zunimmt. Alsdann verbrei-tet sich der specifische Geruch von Fleisch, das in Fett gebackenist. Durcli die Wärme wird die vegetabilische Milch in zweyTheile gesondert; der eine ist schmelzbar, von fetter Natur; derandere faserig, von animalischer Natur. Wird die Evaporationder vegetabilischen Milch nicht allzuweit getrieben und die schmelz-bare Materie nicht zum Sieden gebracht, so erhält man dieselbeunzerstört. Sic besizt alsdann folgende Eigenschaften: ihre weifseFarbe neigt sich etwas zum gelben, sie ist durchsichtig, fest undwidersteht dem Druck des Fingers. Hey 4 o Graden der hundert-teiligen Skale fängt sie zu schmelzen an, und wenn die Schmel-zung vollständig ist, zeigt der Thermometer 60°. Im Wasserlöst sie sich nicht auf; wesentliche Oelc bewirken ihre Auflösungleicht; auch mit fetten Oelen vereinbart sie sich und bildet eindem Cerat ähnliches Gemeng. Alkohol zu 4o° löst sie durch Auf-wallung gänzlich auf, und durch’s Erkalten wird sie niederge-schlagen. Aetzcnde Pottasche macht sie seifenartig; mit Ammo-niak zum Aufwallen gebracht, bildet sie eine seifenartige Emul-sion. Warme Salpetersäure löst sie unter Verflüchtigung vonSalpetergas auf und bildet Kleesäure. Dieser Stoff scheint unsdem raffinirten Bienenwachs ähnlich, und wir können beyfügen,dafs er auch gleichmäfsig benuzt werden kann, indem wir Ker-zen daraus verfertigt haben.
Den faserigen Stoff verschafften w ir uns durch Verdünstung