Kapitel XXVI. 53j
Beckens vom Rio Negro und vom Amazonenstrom gege-ben haben. Die niederen Landschaften, welche durchdie südlichen und nördlichen Abhänge der Berge vonPariine und Brasilien begrenzt werden, und die der Geo-log mit einem einzigen Namen bezeichnen soll, begrei-fen in der nicht minder bestimmten Sprache des Hydro-graphen zwey Flufsbecken, die vom Ober - Orenokound vom Amazonenstrom, welche durch einen Grat([Wirkung wechselnder Einsenktingeii) getheilt sind, dervom Isthmus von Javita seine Richtung zum Esmeraldanimmt. Aus diesen 'Betrachtungen erhellet, dafs eingeologisches Becken Csit venia verbog mehrere Sammlerund mehrere Ausgänge haben kann- Durch kleine, demAuge fast unmerkliche Giebellinien getrennt, kann esgleichzeitig Gewässer enthalten, die in verschiedenenvon einander unabhängigen Furchen das Meer erreichen,Und Systeme von Binnenflüssen, die in mehr oder min-der salzgehaltige Seen auslaufen. Ein Flufsbecken oderein hydrographisches Bechen hat nur Einen Sammlerund Einen Ausflufs: Wenn es, durch eine Gabellhei-lung, einen Theil seiner Wasser an ein anderes hydro-graphisches Becken abgibt, so geschieht diefs, weil dasFlufsbett oder der Hauptsammler sich dem einen Borddes Beckens oder der Scheidungsgräte dermafsen nähert,dafs dieselbe ihn theihveise überschreitet.
Die Vertheilung der Unebenheiten der Oberflächedes Erdballs stellt keine streng gehaltenen Grenzen zwi-schen dem Bergland und dem tiefen Lande oder dengeologischen Becken dar. Selbst da, wo eigentlicheBergketten gleich Felsendämmen über einer Spalte em-porstehen, scheinen mehr oder weniger breite Widerla-gen eine seitwärts gerichtete Aufhebung anzudeulen. Ob-gleich ich die Schwierigkeit recht gut fühle, die Berg-gruppen und die Becken oder zusammenhängenden Ehe-