Kapitel XX FI. 5 79
steintrümmer*) angetroflen werden: ihrer Lagerung zufolgeaberschienen sie mir eher dem rothen Sandstein anzugehö-ren. Nirgends mögen sie mit den Grauwacken (IJebergangs-Fragmentar-Fclsarten) verwechselt werden, welche die Her-ren Boussingault und Rivero **) längs der Cordilleren vonNeu-Grenada , westlich die Steppen einfassend, gefundenhaben. Sollte der Mangel an Bruchstücken von Granit,Gneis und Porphyr, so wie das häufige Vorkommen vonversteinertem Holz ***), zuweilen auch von Licotyledon*
*) 3tfeisner, Annalen der allgem. Schweiz , naturf. Gesell-schaft, Th. 1 , S. 49-
**_) Diese Reisenden haben ihren Weg nicht blos mittelstdes Barometers nivcllirt; sie haben auch durch Mittags-beobachtungen der Sonne und des Canopus, und mittelsteiner Seeuhr, die Lage von gar vielen Stellen ausgeinit-tclt. Ich will hier einige auf unsern Karten sehr schwan-kende Breiten hersetzen: Maracay , io° i5' 58"; San Car-los, 9 ” 4 o' io"; Barquisimeto , g“ 54' 35"; Tocuyo 9 “ i5'5i"; Truxillo 8 ° 5g' 36"; Pamplona , 7 ° 17 ' 5". Nach-stehend folgen die Namen der Städte, in welchen dieHerren Boussingault, Rivero und ich zu verschiedenenZeiten, jcdocli nicht immer in den gleichen Wohnungenbeobachtet haben. Die erste Breitenangabe ist die, dievon mir herrührt; die zweyte ist die der beyden vorge-nannten Beisenden; Caracas , 10 “ 3o' 5o"; io° 5o' 58":Valencia , jo° 9 ' 56"; io°io / 34: Villa deCura, 10 " s'47 : io° 5' 44"; S. Juan de los Morros, 9 0 55' o"; 9 0 55'5o" : Honda, 5° 11 ' 4 ö"; 5° 11 ' 20 ." Hr. Boussingaultgibt die Breite von Merida zu 8 ° 16 ' o" an.
*®°) Das Volk glaubt, diefs Holz gehöre der Bowdiehia vir-gilioides oder Alcornoco (siehe meine Nova Gen. et Spec.,Tom. III, p. 3 77 ) und dem Chaparo bovo (Rhopala com-plicata) an. In Venezuela, wie in Aegypten , glaubt man,