Band 
Fünfter Theil.
Seite
642
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fi li c h IX.

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Will man die Stunden der Maxim» und der Mi-nima in verschiedenen Erdstrichen miteinander verglei-chen , so dürfen die unter ganz abweichenden Umstän-den gemachten Beobachtungen nicht vermengt werden ;es müssen unterschieden werden die Orte, wo das ganzeJahr hindurch, während der Trockenheit, wie in derRegenzeit, der Barometer einen regelmäßigen periodi-schen Gang zeigt, und diejenigen Orte, wo zur Zeitder Regen und der Seewinde (moiimchj) dieser Gangunterbrochen oder unmerklich wird. Dem Zeugnils vonThibault de Chanvalon zufolge wird ein Einfluls dieserUrsachen auf Martinique nicht wahrgenommen; aufdem Festlande des spanischen America habe ich ihn ein-zig nur zu Quito im Monat April und in Vera-Cruzzur Zeit, wo der Nordwind am heftigsten wehte, wah>-genoinmen. Der Doctor Cassan meldet, er habe vielUnregelniäfsigkeit auf der Insel St. Lucio, südwärts vonMartinique wahrgenommen. „Wir hoben, sagt er 0 * **) ),mit vieler Sorgfalt auf jene berüchtigte Barometer - Va-riation Acht gehabt, die, von der wahrnehmbaren Be-schallenheit der Atmosphäre unabhängig, durch Godinund Chanvalon ihren Ruf erhalten hat. Die periodischeBewegung des Steigcns und Fallens geschieht wohl al-lerdings in vierundzwanzig Stunden zwevmal; die Stun-den dieser Bewegung land ich aber viel minder regel-mäfsig, als sie angegeben werden.“ Diese Behauptungdes 'Doctor Gassan verliert jedoch von ihrem GewichtVieles, wenn man sich erinnert, wie w'enig genau die-ser Naturforscher überhaupt in seinen Arbeiten erscheint.Nicht nur wird von ihm angenommen, dafs die Bewe-gungen des Quecksilbers, sogar in ihrer Unregelmäfsig-

*) P'oy. a la Martinique , p. 155 (":5~).

**) Joarn. de phys ,, 1790, Tom. 56, p. 268.