Kapitel XXVI. C79
Es ist der Gang des Barometers in Bogota von derhöchsten Regelmälsigkeit: die mittleren Höhen erhaltenihr Minimum zur Zeit der Sonnenwende im Winter,sie wachsen bis zur Sonnenwende im Sommer und neh-men wieder ab , ohne dafs sich eine andere Anomaliedabey ergäbe als die des Monats Mai. Diese neue undmerkwürdige Wahrnehmung verdankt man den Beobach-tungen der Herren Boussingault und Rivero : diese gewandten Naturforscher haben dieselbe durch die im Jahr1807 gemachten Beobachtungen des Hrn. Caldas bestä-tigt gefunden. In unsern gemäfsigten Erdstrichen, inStrasburg zum Beyspiel , geht aus den vierzehnjahrigen Beobachtungen des Herrn Herrenschneider (sie sindin Linien des alten französ. Fufses und auf x 5 ° der Cen-lesimal - Scale des Barometers reducirt angegeben) her-vor, dafs die monatlichen Mittel ö ) am höchsten sind imSeptember und am niedrigsten im April: überhaupt je-doch zeigen sich die mittleren Höhen vom Juni bis zumSeptember grüfser, als die vom October zum Februar.Die Ausdehnung der extremen Variationen in Europa zeigt mehrere Regelmäfsigkeit; dieselbe nimmt vom Win-ter zum Sommer ah.
ln der Stadt Mexico , obgleich sie dem Wende-
•) Sieben Jahre haben dem Hrn. Ramond dargctlian ( Mem.de l'Instilnt , 1812, Tom. II, p. 44), dafs in Clermontdas Quecksilber in den Monaten Januar und Juni am höch-sten und in den Monaten April und November am nie-drigsten steht. \
*') Diese Erscheinung, welche zu Vera-Cruz in der Jahrs-zcit der JVortes sehr gemein ist, ward in Mexico (bey] 168 Toisen Höhe) in einer langen Reihe von Jahren nurein einziges Mal beobachtet. (Antonio Gama , Disserta-tion fisica sobre la aurora boreal del 14 Nov. 1789, p. i/ (l )