Band 
Fünfter Theil.
Seite
694
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Buch IX.

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4. Man findet überall (wie zu vermuthen war),dafs die Variationen abnehmen, wenn sie sich den con-caven oder convexen Gipleln der sie darstellenden krum>

den, wie wir schon früher bemerkt haben, die Beob-achtungen in zwey Tageszeiten angestellt, die zu Auf-klärungen über die Schwankungen des Quecksilber» amunpassendsten sind: man beobachtet dort in der wech-selnden Stunde des Sonnenaufgangs und in der fixenStunde von 2 Uhr Nachmittags. Diese Zeitpuncte gehenden Maxima und Minima ungleich voraus. In denGenfer - Beobachtungen zeigt sich der Barometer, imYYinler, wie im Sommer, bey Sonnenaufgang etwashöher als um 2 L'lir; aber auf dem St. Bcrnard waren,während der 12 .'Monate des Jahres 1824, die Mittel desSonnenaufgangs fünfmal niedriger (in den Monaten Jen-ner, .April, Junius, August. October), dreymal höher(Februar, Mai, Julius), und viermal gleich, wie dieMittel von 2 Uhr Nachmittags. (_Eoaguer , Fig. de laTerre, p. 5 g. Deine Dech. sar les modif. de l’atm.,§. 528, 55 o und 5 g 6 . Eibl. univ. pour 1820. Buillet,p. 190, Tom. X, p. 20. Daubuisson im Journ. de phys.,Tom. LXXI, p. 2 |.) Zur Zeit des schnellen Barometer-sinkens am 2. Febr . i 8 » 3 , traf das Muximarn der Senkungauf dem St. Bernard und in Genf gleichzeitig ein. Qßibl.aniv , Tom. XXII, p. 111.) Diese Ungewifsheiten übertfeu Isochronismus der Schwankungen mögen eher nichtgehoben werden, bis man sich im Besitz der Mittel vonBeobachtungen befinden wird, die in den nämlichenGrenzstunden zu Genf und auf dem St. Bernard, zaMailand und iin Dorfe Simplon, zu Trient und Inspruckangestellt wurden. Dabey ist möglich, dafs auf der Gie-bcllinie der Alpen gelegene und von hohen Gipfeln ein-geschlofsne Bergpässe die Perioden der Maxima und Mi-nima verzögern oder verändern , und dafs diese örtlichenEinflüsse auf ausgedehnteren Hochebenen verschwinden.