Band 
Fünfter Theil.
Seite
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Buch X.

Naturforscher, deren Scharfsinn durch langes Studiumgeübt norden ist, giebt es keine noch so kurze Ueber-fahrt, keine Reise nach den canarischen Inseln und nachMadera , die nicht Stoff für neue Ansichten darböte.

Am 24. November, um 9 Uhr Abends, verliefsenwir die Rhede von Nueva Barcelona; wir umsegeltendie kleine Felseninsel Borachita; zwischen dieser Inselund GranBoracha ist das Fahrwasser sehr tief. Die Nachtgewährte jene Kühlung, die den Nächten der Tropen-länder eigenthümlich ist, und deren angenehmen Ein-druck man nur begreift, wenn die Nacht-Temperatur 1von a 3 u bis 24 0 Gentes, mit dem Mittel der Tagestem- •peratur verglichen wird, welche in diesen Gegenden,selbst auch an den Küsten, insgemein 28° bis 29 0 be-trägt. Am folgenden Tag, kurz nach Wahrnehmungder Mittagszeit, befanden wir uns im Meridian der In-sel Tortuga; von Vegetation entblüfst und den Insel-chen Coche und Cubagua ähnlich, wird sie merkwürdigdurch ihre geringe Erhöhung über dem Meeresspiegel.

Da neuerlich über die astronomische Lage von Tortuga einige Zweifel sind erhoben worden, so bemerke ichhier, dafs die Seeuhr von Louis Berthoud mir für denMittelpunct der Insel o° 4 l J / westlich von Nueva 1

Barcelona nach wies *). Ich vermuthe, es dürfte diese ;Länge annoch etwas zu westlich seyn,

26. ISovember. — Völlige Windstille, um so un-erwarteter, als auf diesen Rüsten gemeiniglich der Ost-wind von Anfang Novembers sehr frisch wehet, wäh-rend vom Mai bis zum October die Nordwest- undSüdwinde von Zeit zu Zeit eintreten. Zur Zeit des

*,v

*) Obs. Astr ., Jntrod ., p. 42; und Tom. II, p. 2.