Band 
Fünfter Theil.
Seite
733
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Kapitel XXVII.

diefs wenigstens acht bis zehn Minuten lang; im Augen-blick, wo ich versuchte, ob es möglich wäre, ihn mit-telst der Reflexion im Spiegel des Sextanten zu sehen,fing er an sich zu bewegen und zu senken, indem erüber den Mond und den in geringer Entfernung unter-halb dem Mond befindlichen Jupiter hinzog. Es war12 U. 54' (wahre Zeit), als der Obertheil des Bogenssich unter den Horizont barg. Diese Bewegung einesRogens mit den Irisfarben sezte die auf dem Verdeckwachehabenden Matrosen in Erstaunen; sie behaupteten,wie beym Erscheinen von jedem aufserordentlichen Me-teor: „es künde dasselbe Wind an.“ Hr. Arago war sogefällig, die in meinem Reisetagebuche enthaltene Zeich-nung dieses Bogens zu betrachten: er glaubt, das re-flectirte Bild des Mondes im Wasser hätte keinen Ringvon so ansehnlicher Dimension dararereicht. Die Schnei-ligkeit der Bewegung ist nicht das kleinste Hindernils?u Erklärung dieser sehr beachten vverthen Erscheinung.

3. December. — Man wurde unruhig durch dieNahe eines kleinen Fahrzeuges, das für ein Corsaren-schiflf gehalten ward. Als es näher kam, erkannte mandie Balandra del Frayle (die Goelette des Mönchs).Ich konnte lange den Sinn des seltsamen Namens nichterrathen. Es war das Fahrzeug eines Franziskaner - Mis-sionärs (Frayle Observanle ) und sehr reichen Pfarrerseines indischen Dorfes in den Savanen ( Llanos ) vonBarcelona , der seit mehreren Jahren einen kleinen nichtuneinträglichen Schleichhandel mit den dänischen Inselntrieb. In der Nacht ward von Hrn. Bonpland und meh-reren Passagieren auf eine Viertel Mille Entfernung, un-ter dem Wind, eine kleine Flamme auf der Oberflächedes Ozean3 bemerkt; sie nahm ihre Richtung gegen S.W. und erleuchtete die Atmosphäre. Man verspürte we-