Band 
Sechster Theil.
Seite
135
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Kapitel XXVHI.

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Von sehr wohl mit den Oertlichkeiten vertrauten Perso-nen war schon im Jahr 1794*) der Verbrauch der Ha-vannah auf 298,000 Arröbas oder 18,600 Kisten Zuckerberechnet worden. Erinnert man sich, dafs die Bevölke-rung der Insel zu jener Zeit**) nahe an 362,000 betrug,wovon höchstens 230,000 freye Menschen waren, und dafsdieselbe gegenwärtig 715,000 beträgt, worunter 455,000freye Menschen sind, so müfste für 1825 ein Gesammt-verbrauch von 88,000 Kisten angenommen werden. Bleibtman bey 60,000 stehen, so erhält man für den Gesammt-betrag der Zuckerpflanzungen mindestens 440,000 Kistenoder 81 Millionen Kilogramme. Diese Grenzzahl (nom-hre limite ) würde nur um ’/js abnehmen, wenn man dieWerthung des inneren Verbrauchs in den Jahren 1794und 1825 um die Hälfte zu stark angegeben halten wollte.

Um den landwirthschaftlichen Reichthum von Cuba ge-nauer beurtheilen zu können, wollen wir den Ertrag die-ser Insel in mittelmäfsig fruchtbaren Jahren mit dem Er-trag und der Ausfuhr des Zuckers der übrigen Antil-

*) Historia natural y politica de la Isla de Cuba, per Don An-tonio Lopez Gomez, 1791. (Handschrift) Cap. I, p. 22. Ichweifs nicht, auf welche Forschungen sich jene Berechnungvon 25,000 bis 30,000 Kisten des Verbrauchs für die ganzeInsel gründete, die mir im Jahre 1801, bevor ich von derHandschrift des Ilrn. Lopez Gomez Kenntnifs hatte, alsf zuverlässig angegeben ward- Vielleicht ward der Verbrauch

der ganzen Insel nach dem leichter zu controllirenden Ver-brauch von der Ilavannah ausgemittelt. Der Betrag desZuckers, welcher in dieser Stadt theils für die Verferti-gung von Chocolade und Confituren, theils] für die gemeinenVolksspeisen verbraucht wird, übersteigt Alles , was mansich in Europa, selbst wenn man das südliche Spanien be-sucht hatte, vorzustellen vermag.

**) Siehe obeu, Th. 6, S. 90.