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Buch X.
scheinlichkeit yon Veränderungen, welche die auswärtigePolitik im Schicksale der Antillen hervorbringen kann.Meine Erörterungen beschränkten sich auf die Organisa-tion der menschlichen Gesellschaften; auf die ungleicheVertheilung von Berechtigungen und Lebensgenüssen;auf die drohenden Gefahren, welche die Weisheit des Ge-setzgebers und die Mäfsigung freyer Menschen unter jeg-licher Form der Regierung abzuwenden vermögend sind.Dem Reisenden, welcher Augenzeuge von dem war, wasdie menschliche Natur quält oder entwürdigt, ziemt es, dieKlagen der Unglücklichen zu den Ohren derer zu bringen,welche Linderung zu gewähren vermögend sind. Ichhabe den Zustand der schwarzen Menschen in Ländernbeobachtet, wo die.Gesetze, die Religion und die National-Gewohnheiten ihr Schicksal zu erleichtern bestrebt sind;'dessen unerachtet hat sich bey der Abreise aus Americamein Abscheu vor dem Sclaventhum, den ich aus Europa mitgebracht batte, nicht vermindert. Geistreiche Schrift-steller haben vergeblich versucht, dießarbarey dieses Ver-hältnisses durch täuschende Worte zu verhüllen, indemsie die Namen von Neger.Bauern der Antillen, von schwar-zer Liehnspjlichtigheit und von patriarchalischem Schutze(paysans-negres des Antilles; vasselage noir; protectionpatriarcale) erfanden: man entheiligt die edelnKünste desGeistes und der Phantasie, wenn durch täuschende Zu-sammenstellungen oder gewandte Sophismen Unbilden zurechtfertigen versucht werden, welche der MenschheitUnheil bringen, und die heftige Erschütterungen herbey-führen müssen. Glaubt man etwa sich mitleidiger Theil-nahme entheben zu können, wenn der Zustand der Negerverglichen wird *) mit demjenigen der Leibeigenen des
») Es können solche Zusammenstellungen nur diejenigen be-ruhigen, die als geheime Anhänger des Negerhandels sieb