Band 
Sechster Theil.
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Buch X.

bestimmter Arbeitstage zum Vortheil der Pflanzung aus-gesprochen, den Sclaven ein verhältnil'smäfsiger Theildes reinen Ertrags zugetheilt würde, um dadurch ihreTheihiahme für die Vermehrung des landwirtschaftlichenReichthums zu erzielen; *) durch die endlich auf demBudget der öffentlichen Angaben zum Behuf des Sclaven-loskaufs und der Verbesserung ihres Schicksals eineSumme jährlich sich angewiesen fände.

Auf dem Festlande des spanischen America's hat dieEroberung auf den Antillen, in Brasilien und in denSüdtheilen der Vereinten Staaten hat der Negerhandel dieElemente der ungleichartigsten Bevölkerung vereinbart.Es erscheint aber diese seltsame Mischung von Indianern,Weifsen., Negern, Metis, Mulatten und Zambas , vonallen jenen Gefahren begleitet, welche heftige und unge-zähmte Leidenschaften in den schwierigen Epochen er-zeugen, wo die Gesellschaft in ihren Grundlagen erschüt-

*) Der General Lafayettc, dessen Name überall zum Vorscheinkommt, wo sich's um Beförderung der Freiheit und mensch-lieber Wohlfahrt durch zweckmäfsige Institutionen handelt,hatte schon im Jahre 1786 den l’lan entworfen, in Cayenneeine Niederlassung zu gründen, die er mit den Negern,welche sic anbauen sollten, thcilen wollte, und deren Eigen,thümer für sich und seine Nachkommen auf jeden Gewinnverzichten würde. Er hatte für diefs edle Unternehmensich der Theilnahme der Priester von der heil. Geist-Missionversichert, welche selbst Grundeigentümer in der franzö-sischen Guiana waren. Ein Brief des Marschais von Ca-stries vom 6ten Juny 1786 thut dar, dafs der unglück-liche König Ludwig XVI. seine menschenfreundlichen Gesin-nungen auch auf die Neger und farbigen Menschen aus-dehnte, und dafs derselbe Auftrag ertheilt hatte, ähnlicheVersuche auf Kosten der Regierung anzustellen. Hr. v. Ri-cheprcy, der Beauftragte des Hm. Lafayette für die Ver-teilung des Landes unter die Neger, starb als ein Opferfles Klima’s von Cayenne,