Band 
Sechster Theil.
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Kapitel XXFX.

er nach Paris , und dankte mir für die Sorgfalt, dieBonpland und ich für seinen, durch die Beschwerdender Schifffahrt auf dem Rio Magdalena geschwächtenSohn gehabt hatten. Wunderbares Schicksal der Men-schen, die in Zeiten leben, wo grofse politische Bewe-gungen die menschliche Gesellschaft erschüttern!

Wegen des schlechten Zustandes der Mündung desRio Magdalena , von Cieca *) Rio de Santa Marta ge-nannt, gibt es nur zwei Wege nach Honda zu gelangen,entweder wenn man von Santa Marta durch die Cie-nega und den Cafio Sucio nach Baranquillo und Soledadgebt, oder indem man durch die Cienega de Pasacabal-los in den Canal ( diejue ) von Mahates kommt, der einzum Theil künstlicher Seitenarm des grofsen Flussesist, und der sich in der Richtung von Osten nach We-sten, von Barancas Nuevas nach Rocha erstreckt. Dadas westliche Ende dieser Durchfahrt, in welcher derCanal sich mit Lachen von salzigem Wasser verbindet,eine schwierige Schifffahrt darbietet, so gehen die Rei-senden gewöhnlich von Carthagena **) durch Turbacound den Landweg nach Mahates, um sich auf dem Diqucin einem, näher bei Barancas Nuevas gelegenen Zwi-schenpunkt, einzuschiffen. Diesen letzten Weg verfolg-ten auch wir mit dem Gepäcke, das wir von Carthagena nach Lima , eine Entfernung von mehr als 700 Stunden,mit uns schleppen mufsten, in fortwährender Hoffnungentweder in Callao oder Valparaiso der Expedition desCapitäns Baudin zu begegnen.

*) S. 63, Her er a, Beschreibung , welche der 1. Dec. ooraus-geht, S. 43.

**) Die Gewalt der periodischen Winde und der Strömungenwürde die Schiffe öfters nöthigeu östlich hinaufzugehen,selbst wenn die Mündung des Flusses schiffbar und nichtdurch Anschwemmungen verstopft wäre.