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Kapitel XXIX.
meters zu trösten. Die Nacht erlaubte mir nicht durch eineSternenbeobachtung die Breite zu bestimmen. Sonnen-höhen gaben mir als die Länge von Mahates, 77° 35' 33",Carthagena zu 77° 50‘ 0" angenommen. Am 20 April, um3 Uhr Morgens, und bei einer Kühle, die uns köstlich vor-kam, obgleich sich das hundertteilige Thermometer auf22° erhielt, waren wir bereits auf dem Wege nach demEinschiffungsplatze des Rio Magdalena , im Dorfe Baran-cas Nuevas. Wir kamen wieder durch einen dichten, maje-stätischen Wald, der aus Cavanillesia, Bambus, Palmaamarga und Mimosaceen, vorzüglich der Inga mit pur-purrother Blüthe, bestand. Auf der Hälfte Weges vonMahates nach Barancas lag eine Gruppe Hütten, diealle aus Bambusrohr erbaut und von Zambos bewohntwaren. Die Vermischung der Indier und Neger ist indiesen Gegenden sehr gewöhnlich. Die Frauen der kupfe-rigen Stämme haben eine besondere Neigung für die Afri-caner, und viele Neger von Clioco, aus der Provinz An-tioquia und von Simitarra, nachdem sie ihre Freiheit alsLohn der Arbeitsamkeit erlangt, lassen sich im Thale desFlusses nieder. F.s ist oft erwähnt worden, wie die Weisheit der ältesten spanischen Gesetze die Freilassung derNeger begünstigte, während andere europäische Völker,die sich einer hohen Bildung rühmen, dieselbe gehemmtund durch das Mifstrauen einer unvernünftigen und un-menschlichen Gesetzgebung erschwert haben.
Ueberall wo die durch den doppelten Trieb derHitze und der Feuchtigkeit erregte Ueppigkeit der Vege-tation es erlaubt, die geognostische Bildung des Bodenszu untersuchen, findet man östlich von Mahates nichtmehr jene neuen Formationen von Kalkstein mit Madre-poren angefüllt, die sich zwischen Carthagena und Tur -baco erheben. Die herrschende Gebirgsart wird hierein Sandstein von thonartigem Mörtel, in Schichten ge-