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LAGE UND HÖHEN VERHÄLTNISSE DES MONTE-ROSA .

Ihre Höhe wurde nach G Stationen berechnet, unter denen sich auch die Vin-centhütte befindet. Die Beobachtungen in Bern waren während des Monats Sep-tember unterbrochen.

Für die Vincenthütte hatten wir zwar keine directe Barometerbeobachtung, alleines war uns wiegen ihrer grossen Nähe am Gipfel sehr interessant, sie dessen unge-achtet zu benützen. Es wurde daher der Luftdruck aus den Beobachtungen, diewir des Morgens und des Abends an demselben Tage angestellt hatten, für die be-treffende Stunde abgeleitet, indem wir damit die Beobachtungen am 11. und 13. Sep-tember verglichen. Die geringen Veränderungen des Luftdrucks in dieser Höhe undspeciell an diesem Tage erlaubten dies mit vollkommen genügender Sicherheit zutlmn; 1 das Maximum der Temperatur auf der Hütte war direct durch einen Ther-mometrographen erhalten.

Die Höhe dieses Gipfels war früher bestimmt worden von Herrn Zumstein zu13920 F. (erste Reise S. 108); Herr v. Welden fand sie 4218 M. = 12984 F.

Die erste Zahl ist offenbar zu hoch. Zumstein selbst hat sie deshalb nicht indas specielle Verzeichniss seiner Höhenbestimmungen aufgenommen. Die zweitestimmt sehr gut mit der von uns erhaltenen Höhe überein, besonders wenn manberücksichtigt, dass man ohnehin nach den früher citirten Bemerkungen von Delckoseine Corr. von -}~ 8 M. anbringen dürfte.

Wir glauben daher an den Resultaten unserer barometrischen Beobachtungkeine Aenderung anbringen zu müssen.

Höhe der neun Gipfel.

Wir haben versucht, auch für die übrigen Gipfel mittlere Höhen zu berechnen.Sie sind abgeleitet theils aus den früheren Bestimmungen von Welden und Zum-stein, theils aus einigen Winkeln, welche wir selbst mit dem kleinen Vertical-kreise unmittelbar in der Nähe der Gipfel gemessen haben. Wir haben so die Höheder verschiedenen Punkte auf jene der Höchsten Spitze und der Vincentpyramidebezogen; die Beobachtungen wurden theils von dem letztem Gipfel aus, theils aufden Firnmeeren des Gorner- und des Lys-Gletschers gemacht. In der folgendenAufzählung haben wir Herrn v. Weldens Beobachtungen mitgetheilt, wie er sie selbstangibt. Man hätte vielleicht versuchen können einige Correctionen an diesen Beobach-tungen anzubringen, z. B. für die Höhe des mittelländischen Meeres oder eine andere,die daraus abgeleitet werden könnte, dass Weldens Zahlen für mehrere Punkte, z. B.für die Höchste Spitze oder für die Zumsteinspitze, etwas niedriger sind, als dasallgemeine Mittel.

Allein es scheint uns sehr schwer, solche Correctionen, die überdies nicht für

I) S. die später folgenden Untersuchungen über den Barometergang auf der Vineenthiitte.