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MENGE 1>EK KOHLENSÄURE IN DEN HÖHEREN LUFTSCHICHTEN.

Aus diesen Versuchen ergiebt sich eine sehr deutliche Vermehrung der atmo-sphärischen Kohlensäure für jene Punkte in den Alpen, welche sich bedeutend überdas Niveau des Meeres erheben. Man erhält im Mittel aus Nummer 7 bis 16, fürHöhen zwischen 9700 und 13000 P. F. 7,9 Volumtheile Kohlensäure auf 10000 TheileLuft.

Die Abweichungen zwischen den einzelnen Tagen sind sehr bedeutend. DieMaxima von 9 bis 9,5 traten im allgemeinen bei schönem, heiterem "Wetter ein. 1Der Kohlensäuregehalt der Atmosphäre wurde hingegen weit geringer und sank imMinimum auf 5,94 Volth. Kohlensäure in 10000 Theilen Luft herab, wenn der Beob-achtungspunkt von dichten Wolken umhüllt war, welche der aufsteigende Luftstromund die Winde aus der Tiefe der Thäler und aus der lombardischen Ebene herauf-führten.

Diese Erscheinung dürfte wohl einem grossen Theile nach davon abhängen, dassdurch die Wolken Luft aus den tieferen Schichten, welche ärmer an Kohlensäuresind, mit emporgetragen wurde; innerhalb der Wolken scheint sich die Luftmasseweniger vollständig mit der umgebenden Atmosphäre zu mischen. Es könnenjedoch die häufige Bethauung und die allgemeine Feuchtigkeit der Bodenoberflächeunter ähnlichen meteorologischen Verhältnissen auf die Absorption und die Vermin-derung der Kohlensäure in den umgebenden Luftschichten ebenfalls von Einfluss sein.

Meine Versuche ergaben häufig mehr als das Doppelte des mittleren Kohlensäure-gehaltes, welchen man an tieferen Punkten und in den Ebenen findet. Theodor vonSaussure erhielt an niedrigen Punkten aus seinen zahlreichen vortrefflichen Versu-chen 2 im Mittel für 10000 Volumtheile Luft 4,15 Kohlensäure; es wurde dieses Re-sultat, innerhalb der von Saussure angegebenen Schwankungen von allen späterenBeobachtern bestätigt.

Saussure hat auch bereits den grösseren Kolilensäuregehalt der Atmosphäre auf

Ich führe einige der bedeutendsten

Bergen in den Umgebungen von Genf bemerkt.

Gleichzeitig in

Chambeisy

Met.

Köhlens.

(388 M.)

Nr. 39. Grand Saleve-sur Crevin, 3 28. Aug. 1827; Mittag

877

5,57

4,82

Nr. 30. Hermitage (petit Saleve) 28. Aug. 1827; 3 Nachm.

331

5,44

4,82

Nr. 60. Gipfel der Dole 28. Jun. 1828; Mittag . . .

1267

4,91

4,46

Nr. 189. Col de la Faucille 29. Sept. 1829; 11 Abends .

963

4,22

3,o5

Nr. 190. Col de la Faucille 4 30. Sept. 1829 Mittag . .

963

3,95

3,15

X) Nur der Versuch Nr. 10 bietet eine theilweise Ausnahme hierv

on dar.

2) Memoire sur les Variation» de l’acide carbonique atmospherique. Memoires de la

soc. de phys.

et d’hist. nat. de Geneve. T. IV. 1828. p. 407.

3) Die Höhen sind relative Höhen über dem Genier-See (374,6 Met. nach Eschmann.)

4) Nach anhaltend regnerischem Wetter, bei sehr feuchtem Boden.