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UNREGELMÄSSIGE VERHÄLTNISSE AN EINZELNEN TAGEN.

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zusammen. Diese 1 war so bedeutend, dass selbst während des Sehneefälls am29. Morgens die Luft zwar sehr trübe war, aber die Durchsichtigkeit nicht wie beieiner Einhüllung in Nebel, sondern in einem weit geringeren Grade vermindert war,ähnlich jenem, welcher Selineefälle gewöhnlich, auch in den Ebenen, begleitet.

Dass die bei der Schneebildung frei werdende Wärme hier nur auf die oberenLuftschichten sich beschränkte, ohne am Beobachtungspunkte sich fühlbar zu machen,war mir allerdings bei der bedeutenden absoluten Höhe des letzteren unerwartet. DieHöhe der Wolken, aus denen der Schnee fiel, hatte aber nicht allein dazu beigetragen;am wesentlichsten musste aber der Umstand sein, dass, wie man gegen Mittag sah,der Schneefall sich nur über eine sehr geringe Strecke ausgebreitet hatte 2 3 .

Die Beobachtungen am Matterjoche zeigen auch eine Unregelmässigkeit imTemperaturgange, indem die Wärme öfters in einzelnen Stunden, abweichend vonder täglichen Periode, steigt oder fällt.

Aehnliches kömmt an hohen Punkten öfters vor, und tritt gewönlich an win-digen Tagen ein.

Die Wirkung der Insolation, an trüben Tagen, auch wohl die Zuleitung derWärme aus den tieferen Bodenschichten, bedingt, dass die Luft in der Nähe einesfesten Gesteines stets etwas wärmer ist als die freie Luft; heftige Winde, die zu-gleich mit periodisch wechselnder Stärke wehen, bringen dann gewönlich, so langesie im Maximum ihrer Stärke sind, eine wenn auch kleine Temperaturdepressionhervor. Diese Erkaltung wird sehr häufig noch dadurch verstärkt, dass die herbei-strömenden Luft nicht vollkommen gesättigt ist, und dann die Verdunstung eineneue Wärmemenge in der Nähe des Beobachtungspuuktes bindet.

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An tieferen Orten sind solche Wirkungen ebenfalls vorhanden, sie zeigen sichaber wegen des Einflusses, welchen hier die bedeutend grössere Bodenoberflächeausübt, gewöhnlich nur durch ein langsames Steigen der Wärme; nur wenn dieBeobachtungen auf ganz kurze Perioden vertheilt sind, erhält man dies Fallen derTemperatur, ähnlich jenem, welches sich in grossen Höhen über längere Zeiträumeausdehnt.

Diese Oscillationen sind an sich interressant, indem sie zeigen, dass selbst in"rossen Höhen noch immer ein, wenn auch kleiner Unterschied zwischen der freien

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Atmosphäre und einem isolirten Punkte der Alpen bestehen kann 5 für den Leobachtcrselbst sind sie überdies durch die mechanische Gewalt, mit der jene Luftschichtenaus der unmittelbaren Nähe seines Körpers fortgeführt wurden, so fühlbar, dass mangewöhnlich am Thermometer eine noch grössere Veränderung vermuthet^.

J) Siehe Cap. XI.

2) Es war mehrere Tage vorher sehr schön und rein gewesen. Dies machte es möglich, auch aufden Firnmeeren die Grenze des frischen Schnees deutlich zu erkennen.

3) In einem geschlossenen Koffer, der wegen der Enge des Zeltes im Freien mit Steinen beschwertstellen blieb, befanden sich unter anderen Instrumenten auch einige Thermometer in Holzfutteralen. Da