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VERTHEILUNO DER MITTLEREN TEMPERATUR
Man kann dabei nach dem Vorgänge von Kämtz 1 und Sciiouw 2 am besten auffolgende Weise verfahren:
Es seien die Beobachtungen zu 3 beliebigen Stunden gemacht, deren arithmeti-sches Mittel nicht das wahre Tagesmittel giebt; die Abweichung betrage z. B. imgleichen Monate an einem der 4 für die Alpen oben angeführten Punkte, 0,9° C.,es sei zugleich für den letzteren, etwa für Genf , die Summe der Temperaturunter-schiede zwischen den Beobachtungsstunden a,b,c, also b — a+b — c = 5,4, für denBeobachtungspunkt aber, dessen Correction zu bestimmen ist, sei die Temperatur-änderung zwischen den Beobachtungsstunden
b j — a | -)- b | — o i — 4,0 D C.
man erhält dann die anzubringende Correction aus folgender Proportionb — a-j-b — c:b, — a, —J- b, — c, = corr.rcorr,.oder nach Substitution der angenommenen Zahlenwerthe
5,4:4,0 = 0,9: corr.,corr. | = -}- 0,67 ° C.
Wählt man zur Ableitung der Correction eine solche Normalstation, für welcheb —a-}-b —c nahe gleich b, —a,-j-b, —c, ist, so wird corr. = corr.,.
Da für die Alpen die 4 angegebenen Normalstationen so gelegen sind, dass sie sehrverschiedenartige Verhältnisse sowohl der geographischen Breite, als der Erhebung überdem Meerespiegel umfassen, so wird man für sehr viele Stationen die Abweichungender am besten entsprechenden Normalstation unmittelbar als Correction anwendenkönnen.
In den folgenden Tabellen sind die Stundenmittel für jeden einzelnen Monatzusammengestellt. Zugleich sind die Constanten mitgetheilt, welche für die FormelT -j- a sin Qi + a) -f- b sin (2,« + ß )+c sin (3/i f)
berechnet sind 3 .
Padua . Kämtz Lehrbuch der Meteor. I. S. 67 bis 73. Die stündlichen Beob-achtungen von Ciiiminello, welche mehr als ein Jahr umfassen, wurden vonKämtz berechnet.
Kremsmünster . Die Beobachtungen und Berechnungen sind von M. Koller,mitgetheilt in der Abhandlung: Ueber den Gang der Wärme in Oesterreich ober derEnns 4 . Zur Bestimmung des Ganges der Wärme dienten die Beobachtungen derJahre 1833 bis 1839; um 0", 3, 4, 6, 10, 18, 21, 22..
Genf und St. Bernhard. Die Beobachtungen und Berechnungen für diese