NEUE BEOBACHTUNGSSTATIONEN. 1. KÄRNTHEN.
343
.Obir I 3770 ! . Obir II 4948'. Obir III 6281'.
Jan.
7h
2h
9 h
7h
2 h
9h
| 7h
2h
9h
21.
_
--
—
_
-10,5
-12,50.
-11,00.
-16,00.
22.
-12,1
-3,5
-10,5
-14,0
-5,2
-11,0
—17,5S.O.
—8,5 O.
-10,00.
23.
-10,0
-0,5
-2,0
-10,5
-1,0
-2,0
-11,0N.
-6,0 N.
-8,0 N.
24.
+1,0
+5,2
+4,0
-1,0
+2,5
+2,0
-3,5 N.
-0,0 N.
-0,0 N.
25.
+4,0
+7,5
+5,0
+2,5
+4,0
+1,5
0,0 N.
+2,5 N.
+1,0 N.
26.
+3,0
+8,0
+4,5
+1,5
+5,5
+1,5
0,0 S.
+2,5 S.
+1,OS.O.
27.
+4,0
-0,5
-5,5
+1,0
-2,5
—8,5
+0,5 N.
-7,5 N.
-12,5 N.
28.
-10,0
—
—
-10,2
--
1
—15,20.
-10,0 0.
-4,5 0.
Solche Unregelmässigkeiten in der Vertheilung der Wärme scheinen beson-ders dann einzutreten, wenn die Kälte sehr gross und weit verbreitet ist undzugleich die kalten Winde bereits einige Zeit lang vorgeherrscht haben, so dassallmählig die Luftschichten sich ihrer Dichtigkeit entsprechend ordnen konnten. Dagleichzeitig die Ebenen reichlich mit Schnee bedeckt waren, so mag auch das Ver-dunsten des letzteren in den Ebenen etwas zur Steigerung der Kälte beigetragenhaben, während an den höheren Orten nur Schneeflächen von verhältnissmässig ge-ringer Ausdehnung vorhanden waren 1 .
Das Abnehmen der Temperatur nach der Höhe kann aber auch bei kaltenWinden bisweilen ziemlich rasch sein, und die für die Alpen gefundene mittlereTemperaturabnahme während des Winters und Herbstes 600 bis 700’ für 1°C.merklich übertreffen. Als Beispiel führe ich einige Beobachtungen vom Ende No-vember 1849 an.
1) Windstille scheint die Senkung der kalten Luftmassen besonders zu begünstigen. Es ist daherum so interessanter, dass die oben angeführte unregelmässige Kältevertheilung ungeachtet des starkenSturmes anhielt. Vergl. auch die Beobachtungen Bournet’s : Interversion de la temperature de l'atmo-sphere. Annales des sc. phys. et nat. Lyon Bd. II. 1839 S. 461 bis 501 und Bravais: De la tempe-rature de l’air ä diverses hauteurs au dessus du sol dans les contrees boreales in Gaimard voyages enScandinavie .