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VERTHEILl’NU »EIS MITTLEREN TEMPERATUR.

Das Thermometer, von der Sternwarte in München , trägt die Nummer 23 undist nach der Reaumursehen Scala in ganze Grade getheilt. Es hängt au der Nord-seite eines Hauses, dessen Höhe über dem Bodensee nur wenige Toisen beträgt.

Am 23. Juli 1851 hatte ich Gelegenheit dies Instrument mit einem unsererThermometer in einem grossen Wassergefässe zu vergleichen.

Thermometer Müller (Münchner Sternwarte No. 23) = 18,1 °R.

Thenn. Schlagintweit (Greiner No. 33) 21,93° C. = 17,54

Therm. Schlagintweit corrigirt = 21,81 = 17,45

Correction für Thermometer Müller = —0,55

= -0,7° C.

Diese Correction wurde bei den berechneten Monatsmitteln angebracht.

Die Beobachtungsstunden waren im December, Januar und Februar gewöhnlich' h a. in., 12 h und 9 h p. m., in den übrigen Monaten G h a. m., 12 h und 10 h p. m.Doch wurden auch innerhalb der einzelnen Monate nicht selten Abweichungen vondiesen Stunden angegeben; das Thermometer wurde auf abgelesen.

Um die mittlere Temperatur zu bestimmen, wurde für jeden Monat das arith-metische Mittel der 3 Beobachtungsstunden berechnet; wenn die Abweichungenvon den einzelnen oben angegebenen Stunden im Mittel des Monats mehr als4 Stunde betrug, wurde eine kleine Correction (nach dem Stundentableau von Genf )angebracht, um sie auf die vollen Stunden zu reduciren.

Ich erhielt demnach für die Winter-Monate December, Januar, Februar dieWerthe für 7 h a. m., 12 h und 9 U p. m., deren arithmetisches Mittel als Tagesmittelbetrachtet wurde. Für die übrigen Monate hätte das arithmetische Mittel der Stun-den 6, 12 und 10 entschieden zu geringe Werthe ergeben. Ich versuchte daher dieBeobachtung, von 12 h nach den Genfer Beobachtungen auf 2 Uhr zu reduciren,indem ich in den verschiedenen Monaten folgende Correctionen anbrachte 1 :

März

April

Mai

+ 0,0 C0,40,5

R.

O

: ° R.

Juni +0,6 ‘

Juli 0,7August 0,7

und dann die mittlere Temperatur nach der Formel

September +0,0° R.October 0,4November 0,3,VI4-IT4-X

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berechnete.

In der folgenden Tabelle sind die Mittel der 12 jährigen Beobachtungsreihe uuddie lleductiouen auf wahre Mittel enthalten.

Zur Vergleichung sind noch die Beobachtungen zu Friedrichshafen am Boden-see 1835 und 1837 beigefügt 2 .

1) Sie sind nach Genf bestimmt, wobei überdies die gleichartige Lage von beiden Orten an einemdie Maxima etwas abstumpfenden Alpensee sehr günstig ist.

2) Dove Temperaturtafeln S. 178 '179.