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Gang des Luftdruckes auf dem Gipfel des Faulhorn. 2683 M. 8260 P. F.
Die Beobachtungen sind vom 19. bis 29. Juli 1841 gemacht. Die Angaben des Barometers, M.M., sindauf 0 reducirt. Zu jeder der folgenden Zahlen sind 550 M.M. zu addircn, um den absoluten Luftdruck
zu erhalten.
Stunde.
Morgens.
| Barometerstand.
Stunde.
Abends.
1 Barometerstand.
Mn.
550 + 3,75 M.M.
Mg.
550+3,35 M.M.
l h a. m.
3,36
l h p. m.
3,35
2
3,20
2
3,36
3
3,03
3
3,32
4
2,90
4
3,30
5
2,90
5
3,27
6
2,90
6
3,24
7
2,94
7
3,25
8
2,98
8
3,27
9
3,08
9
3,25
10
3,20
10
3,13
11
3,27
11
3,51
Auffallend ist hier jenes Maximum, welches dem Minimum des Morgens vorangeht.Der Unterschied ist so gross und die Beobachtungen auch während der Nacht 1 sindzu zahlreich, dass kaum eine zufällige Störung allein die Ursache desselben seinkann. Es scheinen bei dem Abfliessen des kalten Stromes an der Oberfläche der Erdeund bei dem allmähligen Nachsinken der Atmosphäre ähnliche Störungen in der regel-mässigen Vertheilung des Druckes wie während der Tagesperiode einzutreten 2 .
Sowohl dem Faulhorn als der Vincenthütte ist es gemeinschaftlich, dass zurZeit des Minimums der Luftdruck überhaupt sich nur sehr wenig ändert. Die klei-nen Unregelmässigkeiten zwischen 5 und 10 Uhr Nachmittags sind so gering, dasssie wohl zufälligen Ursachen zugeschrieben werden können.
In der folgenden Tabelle sind die Beobachtungen von Bravais und Martinsauf dem Grossen Plateau des Mont-Blanc zusammengestellt. Die Dunstspannung,welche ich zu berechnen versuchte, um den Druck der trocknen Luft zu erhalten,liess sich wegen häufiger Unterbrechungen nur genähert ausfüllen; jedenfalls ge-nügen aber die Resultate, um den Typus zu zeigen. Da die Veränderungen derDunstspannung überdies au sich sehr gering sind, so war um so weniger zu be-fürchten, durch die Einschaltungen merkliche Abweichungen zu erhalten.
1) Auch die Beobachtungen der übrigen Tage zeigen dieses Maximum, wenn auch etwas kleiner.
2) Die Vincenthütte scheint dies nicht zu ergeben; der eigenthiimliche absteigende Luftstroni in denersten Nachtstunden dürfte vielleicht von wesentlichem Linfluss daran! sein.