COHRECTION DER SCAI.A.
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Die Scala bedarf bei jedem Instrumente einer speciellen Untersuchung und Ver-gleichung mit dem direct beobachteten Luftdrucke.
Wäre die Veränderung in der Ausdehnung der Dose und der Metallfeder demLuftdrucke proportional, so Hesse sich leicht eine Scala aus den Dimensionen undaus der gegenseitigen Stellung der Hebel für jedes Instrument berechnen. Allein einebestimmte Grösse in der Aenderung des Luftdruckes bringt nicht in allen Theilender Scala eine gleiche Veränderung im Stande des Instrumentes hervor.
Die Elasticität der Büchse und der Spirale ändert sich etwas, je nachdem siebereits comprimirt sind; da aber die gleichzeitige Veränderung in beiden sich ent-gegenwirkt, so wird die daraus resultirende Abweichung nicht sehr bedeutend.
Auch jene Theile, welche die verticale Bewegung in die rotirende verwandeln,wirken nicht bei allen Stellungen des Zeigers gleichmässig. Die Art der Anheftungder Kette an das Hebel werk bewirkt, dass sich auf eine cylindrische Spindel fürden gleichen Unterschied des Luftdruckes bei einem sehr niedrigen Barometer-stände ein grösseres Stück der Kette aufrollt, also der Zeiger einen verhältniss-mässig grösseren Weg zurücklegt, als bei einem niedrigen Barometerstände.
Die Grösse dieses Unterschiedes, oder, was dasselbe ist, die Grösse der Bewe-gung des Zeigers, welche einer bestimmten Einheit des Luftdruckes in den ver-schiedenen Theilen der Scala entspricht, Hesse sich zwar annähernd aus den Ma-schinentheilen berechnen; aber es ist schwer, bei dem bereits zusammengefügten In-strumente die Längen der einzelnen Theile und der Winkel, die sie bilden, mithinlänglicher Schärfe direct zu messen; es ist daher vorzuziehen, die Correctio-nen empirisch durch unmittelbare Vergleichung mit dem Barometer zu bestimmen.Durch dieses Verfahien ist dann zugleich der Einfluss der Elasticitätsveränderung
mit eingeschlossen.
Es ist demnach am zweckmässigsten, die auf dem Aneroid selbst angebrachteTheilung nur als eine provisorische Scala zu betrachten, und die Angaben des Luft-druckes durch directe Vergleichung mit dem Barometer zu bestimmen.
Man kann zu diesem Zwecke entweder das Aneroid unter eine Luftpumpe brin-gen, mit welcher zugleich ein Barometer verbunden ist, wobei man die Verdünnunglängere Zeit zu erhalten sucht, um sicher zu sein, dass das Aneroid dem wahrenLuftdrucke entspricht; oder man macht die Vergleichung mit dem Barometer in ver-schiedenen Plöhen.
Indem ich die zuletzt genannte Methode befolgte, erhielt ich die folgenden
1) Vergl. die folgenden Bemerkungen über die verhältnissmässig zu langsamen Veränderungen ein-zelner Instrumente bei rascher Veränderung des Luftdruckes.
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