RIIÄTISCIIE ALPEN.
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Die beiden Seitengletschcr des Aletsch , die sich in besonders kalten und feuch-ten Jahren wohl mit dem Hauptgletscher verbinden könnten, sind wohl die grösstenunter diesen secundären Gletschern; die Ausdehnung der übrigen ist im allgemeinennicht sehr bedeutend.
Die mittlere Höhe kann man sehr nahe gleich dem Mittel auf dem Ranfer undBlaugletscher setzen, nämlich in runder Zahl = 6740’ = 2190 M. Die beiden ver-treten die extremsten Lagen, und die secundären Gletscher scheinen sich in ziem-lich gleicher Zahl bald dem einen bald dem andern Typus zu nähern.
Es ist also die Zahl der Gletscher 120, davon 13 primäre, 107 secundäre.
Verhältniss der primären zu den secundären = 13 : 107 = 1:8.
Mittlere Höhe der primären Gletcher 5170' 1680 M.
„ „ der secundären „ 6740' 2190 M.
Mittlere Höhe der Gletscher im Allgemeinen 6570' 2130 M.
Rhätische Alpen. (Zwischen dem Splügen und dem Brenner).
A. Graubündtner Alpen.
Diese Gruppe ist sehr ausgezeichnet durch eine allgemeine grosse Erhebung derMasse; die Neigung der Thäler ist gering; es erheben sich noch deutlich ausgebildeteThalsohlen bis zu bedeutenden Höhen. Die Gipfelhöhe hingegen ist im Verhältnissezur Massenerhebung nicht sehr bedeutend; nur wenige Gipfel erheben sich über11000 Fuss.
Der Gletscherbildung ist demnach dieses Gebirge wegen seiner Thalformen sehrgünstig; allein die warme Temperatur, wodurch sich diese Gruppe ebenfalls aus-zeichnet, wirkt der Ausdehnung und dem tiefen Herabsteigen entgegen.
Es sind daher die secundären Gletscher ungemein überwiegend, einzelne der-selben sehr breit; ihr Ende liegt ziemlich gleichmässig und sehr hoch.
In der Berninagruppe sind zwei Gletscher erster Ordnung, der Bernina-gletscher, etwas nordöstlich vom Monte delle Disgrazie, und der Palügletscher ober-halb Covaglia (Val Poschiavo.) Seine Höhe am unteren Ende beträgt 5990'P. I.Die Zahl der secundären Gletscher beträgt 26.
In dem Selvretta-, in dem Scalettagebirge und in den Umgebungendes Piz Linard an der Grenze von Tirol, Vorarlberg und der Schweiz zählte ich34 secundäre Gletscher, und 2 Gletscher erster Ordnung, nämlich den Jamthaler-gletscher und den Vermontgletscher im Montafunthale, aus dem die 111 entspringt.Sein Ende liegt bei 5721' Schmidt 1 2 . In den Graubündtner Alpen kann man dem-nach 3 Gletscher erster Ordnung und 65 bis 70 secundäre Gletscher annehmen; diemittlere Höhe der ersteren kann = 6000' = 1950 M. gesetzt werden; die Höhe der